Die stärkste Eiche („der digge Baam“) im Gemeindewald Elz erhält einen Kronenschnitt

Das Naturmonument, das mancher Elzer Bürger schon bestaunt hat, wurde vom heimischen Eichenprachtkäfer befallen. Die Larven des Käfers, fressen sich, ähnlich wie die Borkenkäferlarven an der Fichte, an starken Ästen des Baumes unter der Rinde entlang, bevor sie zur Verpuppung ein Stück weit in das Holz wandern. Wenn sehr viele Käferlarven den Baum befallen, werden die Leitungsbahnen die für die Nährstoff – und Wasserversorgung benötigt werden, unterbrochen. Das führt im schlechtesten Fall, wie bei der besonderen Eiche, zum Absterben des Baumes. Die Ursache des so massiven Befalls hat vermutlich mit einer Schwächung des Baumes in den extremen Trockenjahren 2018 – 2022 zu tun. Das zeitversetzte Phänomen beobachten wir auf trockenen Standorten des Forstamtes Weilmünster in ganzen Eichenwaldbeständen.

 

Da die Käfer nicht bekämpft werden können, haben wir uns für den Rückschnitt der Krone entschieden. Ziel der jetzt durchgeführten Schnittmaßnahmen ist es, die Statik des Baumes so gleichmäßig zu formen, dass er möglichst lange als stehendes Naturmonument zu bestaunen ist.

 

Die erfahrenen Baumpfleger und Kletterer Nicolas Knott, Lukas Marzik und Kai Dreistadt der Fa. Green Concept sind mithilfe von Seilen in die Baumkrone gestiegen und haben die abgestorbenen Äste eingekürzt. Das ist aber nur etwas für Profis – bitte auf keinen Fall nachmachen.