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Fronleichnam 2022

In diesem Jahr konnte die Fronleichnamsprozession endlich wieder in der gewohnten Form stattfinden – allerdings mit einer kleinen Änderung:
Statt zum Josefshaus, in dem ja noch gebaut wird, ging es zum 1. Altar zum Senioren-Wohn-Zentrum. Dort wurde die Prozession von vielen Bewohnerinnen und Bewohnern an den Fenstern und im Vorhof empfangen. Vielleicht kann das SWZ auch in den kommenden Jahren Bestandteil des Prozessionsweges bleiben.
Herzlich gedankt sei allen, die die Altäre am SWZ, an der Marienkapelle in der Weberstraße und an der Ecke Weberstraße-Rathausstraße aufgebaut und so liebevoll geschmückt hatten! Danke auch für den Fahnen- und Blumenschmuck am Prozessionsweg, der Feuerwehr für die Sicherung des Weges, den Elzer Musikanten für die gute musikalische Begleitung, dem Kirchenchor für seinen Gesang an den Altären und in der Kirche, den Kirmesburschen und den Kommunionkindern, den Messdiener*innen und der Küsterin und den Kindern, die Blüten auf dem Weg verteilt haben.

Renovierte Johanneskapelle erstrahlt in neuem Glanz

Einweihung mit Festgottesdienst und Einweihungsfeier mit vielen Gästen

Nach fast zweijährigen umfangreichen Innenrenovierungen wurde die Kapelle mit einem Festgottesdienst mit Pfarrer Steffen Henrich eingeweiht. Die vielen Gäste bewiesen wieder einmal, welch hohen Stellenwert die Kapelle für die Elzer besitzt. Bastian Hoffmann vom Vorstand des Elzer Geschichts- und Museumsvereins betonte in seiner Begrüßung die große Hilfsbereitschaft, die aus der Elzer Bevölkerung in vielfältiger Form zu spüren war. Insbesondere die Tatsache, dass der Verein in der schwierigen Coronazeit dieses umfangreiche Projekt erfolgreich gestemmt hat.

Der feierliche Gottesdienst mit Pfarrer Steffen Henrich wurde musikalisch umrahmt mit Kantor Bernold Feuerstein und Josef Schmitt an der Orgel. In seiner Dankesrede betonte Pfarrer Henrich das gelungene Werk der Renovierung und bedankte sich bei dem Elzer Geschichtsverein für die gelungene Neugestaltung des Innenraums. Bürgermeister Horst Kaiser dankte dem Vorstand des Vereins für die umfangreiche Renovierung und die Ausstattung der gemeindeeigenen Kapelle mit Barockfiguren aus der alten Elzer Kirche.

 



Freiwillige Feuerwehr Malmeneich e.V.

Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Malmeneich e.V. wurde ein neuer Vorstand gewählt. Durch die Neuwahlen wurde der Vorstand verjüngt, um auch für die Zukunft gut gewappnet sein zu sein. Neuer Stellv. Wehrführer wurde Dennis Pöhland, der in die Fußstapfen seines Vaters steigt und das Amt übernommen hat. Der Wehrführer Heiko Metz berichtete für die 12 Einsätze im letzten Jahr. Wegen der Pandemie konnten im letzten Jahr kaum praktische Übungen durchgeführt werden. Der Unterricht wurde über Online-Schulungen übermittelt. Ein besonderer Höhepunkt in diesem Jahr war der „Tag der Hilfsorganisationen“ auf dem Rathausplatz in Elz. Diese Veranstaltung wurde im Rahmen des 50-jährigen Zusammenschlusses von Elz und Malmeneich durchgeführt. Im Eingliederungs- und Grenzänderungsvertrag wurde auch die Feuerwehr mit aufgeführt. Unter anderen stand der Satz „Die freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Malmeneich bleibt eine selbständige Wehr mit eigenem Gerätehaus und eigenem Fahrzeug“. Naturkatastrophen nehmen leider stetig zu. Hier sind alle gefordert, um frühzeitig auf mögliche Gefahren zu warnen. Eine Warn App ist nicht immer ausreichend. Eine Sirene ist eine Einrichtung zur akustischen Alarmierung oder Warnung, in der Regel durch einen charakteristischen an- und abschwellenden Heulton. Im öffentlichen Bereich sollen wieder Sirenen für die Warnung der Zivilbevölkerung im Katastrophenfall verwendet werden. Hierfür soll in Malmeneich die mechanische Sirene des Typs E 57 aus den 1960-er Jahren, auf dem ehemaligen Schlauchturm bleiben und nur die Ansteuerung wird auf die neue Digitaltechnik modernisiert.

 



Blumiger Frühlingsmarkt bei Sonnenschein
Eigentlich sind ja die Maiglöckchen die Stars des Tages und seit einigen Jahren auch Namensgeber für dieses bunte Marktgeschehen in Elz. Doch in diesem Jahr kamen beim Elzer Maiglöckchenmarkt auch etliche andere Blumen ganz groß raus: Eine bunte Blumenpracht präsentierte sich da den Marktgästen aus nah und fern - so auch die riesige "Sonnenblume" auf Stelzen, die in Windeseile Luftballons zu Schwertern und Hunden modellierte und knotete und so den Frühlingsmarkt auf fröhlichste Art und Weise bereicherte. Oder die kleinen Blumenstöckchen, vom blauen Lavendel bis zur lila Mini-Petunie, die in den verkaufsoffenen Geschäften blühten und im Rahmen der Blumen-Rallye des Gewerbevereins erraten werden mussten. Neben der strahlenden Sonnenblume war an diesem Tag das große Schlupfhaus auf dem Rathausplatz das Highlight für die Kinder. Die Sonne strahlte von oben auf das riesig aufgeblasene Luftkissen, durch das die Kinder jauchzend und johlend rutschten. Barfuß planschten sie quer über den Brunnen am Parkplatz. Auf dem Rathausplatz war fast durchgehend richtig Puls.
Die Erwachsenen konnten sich an den vielen schönen Ständen mit Kunsthandwerk erfreuen und Handarbeiten, Holzdekorationen, Schmuck und Metallkreationen erwerben oder sich an den Kramständen mit allerhand nützlichen Dingen für den Alltagsgebrauch eindecken.
Verschiedene Vereine und Gruppierungen versorgten mit kulinarischen Freuden hungrige und durstige Gäste. Von deftig bis süß war dort alles geboten. Rund um das Food-Areal konnte man sich an runden Tischen und an Bierbänken ausruhen und stärken und dem bunten Treiben und dem Kinderspaß bei Schminken und Schnupper-Tennis des TC Grün-Weiß Elz zuschauen.
Der Bücherflohmarkt der Katholischen Bücherei empfing die Besucher vor dem Stricksinehaus am Eingang zum Hirtenplatz. Gegenüber auf dem Parkplatz des ATC-Oranien präsentierte sich die Freiwillige Feuerwehr Elz und zeigte ihr Gerät dem interessierten Publikum. Verschiedene Aussteller machten ihre Dienstleistungen an Ständen sichtbar. Darunter auch ein Handwerker, der sein Malerhandwerk präsentierte und für Nachwuchs in seiner Branche warb.
Der Besuch der Elzer Einkaufsmeile zum verkaufsoffenen Sonntag und der Elzer Gewerbeverein sorgten ebenfalls für viel Abwechslung. Die Geschäfte selbst luden nicht nur zum Einkaufsbummel ein, sondern hatten liebevoll etliche kleine Aktionen vorbereitet. Da gab es eine Maikäfertombola und Maikäfermuffins, den Luftballonwettbewerb, eine weitere Hüpfburg, Streichelhäschen, Popkorn, Maibowle, ein Glücksrad und viele weitere Ideen, an denen die Besucher ihren Spaß hatten. Der kleine Siebenschläfer, der in seinem warmen Pelz bei diesem Traumwetter nicht zu beneiden war, war zu Gast im Buchladen und auch unterwegs auf der Straße.
Ein Kinderkarussell drehte neben der Kreissparkasse seine Runden. Hier hatte auch das Team "Frauenbeauftragte" die Zelte aufgeschlagen und präsentierte sich und die Aktivitäten, darunter Sprachkurse für ukrainische Familien bei Kaffee und Kuchen.
Händler, Geschäfte, Gruppen und Vereine zogen am Ende des Tages eine positive Bilanz und freuten sich, dass dieses vielfältige Angebot zum vierten Elzer Maiglöckchenmarkt auf gute Resonanz gestoßen ist. Alle Mitwirkenden freuen sich schon jetzt auf eine Neuauflage, wenn im nächsten Mai das Maiglöckchen läutet.

Elzer Jubiläumsturnier mit tollem Reitsport

Vier spannende Tage des Reitsports in Elz sind zu Ende. Auch das Wetter konnte die Elzer Reiter und Teilnehmer nicht unterkriegen. Als am Donnerstag das Unwetter aufkam wurde kurzerhand unterbrochen, alles festgehalten, was es festzuhalten galt und dann nach einer knappen dreiviertel Stunde einfach weiter gemacht, ganz nach dem Motto, „the show must go on“. Bereits am ersten Tag konnten die jungen Pferde ihr Können unter Beweis stellen. Den Auftakt machte eine Eignungsprüfung der Klasse A gefolgt von Springpferdeprüfungen der Klassen A** bis M*. Darline Eisenmenger aus dem benachbarten Reit- und Fahrverein Niederzeuzheim konnte hier 2. Siege und 2 zweite Plätze für sich entscheiden. In dem Youngster Springen der Kl. M* mischten dann auch die Elzer Reiter mit und sicherten sich mit Jörg Oppermann einen Sieg und mit Jonte Mink eine 2. Platz bei den jungen Pferden. Ab Freitag konnten neben den Springreiter dann auch die Dressurreiter Einzug halten. Für den gastgebenden Verein schwangen sich Diana Feldewert und Lena Grühn in den Dressursattel um bei den drei schwersten Dressurprüfungen die Fahnen für Elz aufrecht zu halten. So konnte Diana Feldewert sich über einen dritten, vierten und fünften Platz freuen. Lena Grühn freute sich über zwei vierte und einen fünften Platz und scheute sich nicht, mal eben schnell im Frack den Springplatz zu besuchen, den auch hier war sie erfolgreich im Sattel und sicherte sich einen Sieg im Stilspringen der Klasse L am Samstag und einen 3. Platz in der Springprüfung Klasse L am Freitag. Goldschleifen waren auch den Elzern Lisa Oppermann, Fabiana Olschewski, Lina Saal und der Mannschaft mit Lisa Hundsänger, Marie Meißner und Paulina Rosbach sicher. Unter den ersten drei konnten sich auch mehrfach Elzer Reiter, darunter Jonte Mink, Tanja Huber, Annabell Scherer, Miray Oglu und Leona Lange, in die Ergebnisslisten eintragen. Aber auch weitere Platzierungen, insgesamt 42 weitere Schleifen, konnten somit in Elz bleiben.

 



Herzlich willkommen in Elz
Urlaub machen mit dem Wohnmobil? Einen Anhänger mieten oder kaufen? Diese Möglichkeiten bestehen seit einiger Zeit auch im Elzer Gewerbegebiet „Vor den Eichen 14“ bei Kai und Björn Dunker von der Firma blueTrailer/CamperFuchs. Bürgermeister Horst Kaiser sowie Beate Seibert-Simon und Gerhard Richter vom Elzer Gewerbeverein informierten sich vor Ort über das große Angebot an Wohnmobilen verschiedenster Größen und Ausstattung auf dem ehemaligen Spedition-Stähler-Gelände. Neben der Betreuung privater Endkunden besteht das Geschäftsfeld vor allem in der Vermietung von Wohnmobilen an Partnerunternehmen in ganz Deutschland über die Online-Plattform www.camperfuchs.de. Ebenfalls zum Angebot des neuen Gewerbevereins-Mitglieds gehören der Verkauf und die Vermietung von Anhängern sowie eine eigene Wohnmobil-Werkstatt. Wir freuen uns über den Zuwachs in einem völlig neuen Bereich und wünschen viel Erfolg!
Zu finden ist die Firma blueTrailer/CamperFuchs im Elzer Gewerbegebiet an der B8, Vor den Eichen 14.
Bildunterschrift: Björn Dunker, Kai Dunker (beide blueTrailer/CamperFuchs), Beate Seibert-Simon (Vorsitzende Gewerbeverein), Horst Kaiser (Bürgermeister) und Gerhard Richter (GF Gewerbeverein)

Spende an zwei Elzer Vereine überreicht
Gleich zwei gemeinnützige Elzer Vereine konnten sich vor einiger Zeit über eine großzügige Spende für die Vereinskasse freuen. Pascal Beekmann von "Dipl.-Kfm Pascal Beekmann Immobilien" überreichte 500 Euro einmal an die Flugsportgruppe Elz. Der Erste Vorsitzende Torsten Uhe nahm das Geld dankend entgegen. Verwendet werden soll es für die intensive Jugendarbeit der Elzer. Pascal Beekmann selbst hat eine enge Verbindung zur Flugsportgruppe, der er bereits seit 1983 angehört. Zudem ist er Erster Vorsitzer im "Verein für Flugsportgelände" in Elz.
Auch die zweite Spende, ebenfalls 500 Euro, ging an die Elzer. Harald Mingebach (Kassier des Elzer Bürgerfonds) freute sich über den willkommenen Zuschuss. Mit dem Geld werden, wie es in der Vereinssatzung steht, unverschuldet in Not geratene Bürger unterstützt. Bürgermeister Horst Kaiser war bei der Spendenübergabe im Rathaus zugegen. Auch er dankte dem engagierten Makler aus der Großbachstraße in Limburg, der Elz schon seit vielen Jahren eng verbunden ist. (aic)

Volle Hütte in Malmeneich
Gemeinsam und unbeschwert feiern, als wäre nie etwas gewesen, so knüpfte Malmeneich an die guten alten Zeiten von vor drei Jahren an. Die Coronazwangspause tat den Veranstaltungen dabei keinen Abbruch. Und so war die erste Kirmes unserer Region wieder ein Anziehungsmagnet für viele Gäste aus nah und fern. Ganze Kirmesgesellschaften aus dem Umland kamen mit ihren bunten Hemden und Polos zum ausgelassenen Beisammensein bei einer Malle-Party-Schlagernacht am Freitagabend. Hier sorgten das Party-Trio „Jetzt oder nie“, DJ Timo und zu später Stunde Stargast „Ikke Hüftgold“ für gute Stimmung. Lediglich einige unschöne Zwischenfälle vor dem Festzelt mit Einsatz der Hilfs- und Sicherungskräfte trübte da die gute Laune. Bei weit mehr jungem und junggebliebenem Publikum am Samstagabend verlief die Veranstaltung deutlich harmonischer. 1400 Gäste kamen ins Zelt, um gemeinsam mit den „Dohlemer Boube“ ungezwungen abzufeiern. Der eigens von der Gemeinde eingesetzte Pendelbus zwischen Elz und Hundsangen wurde dabei fleißig genutzt und brachte die Kirmesgäste sicher zum Festgeschehen und vor allem wieder nach Hause.
Am Sonntag in der Früh machte sich dann eine kleine Abordnung der Katholischen Kirchengemeinde mit einer Fußwallfahrt durch den Wald auf zum Festgottesdienst nach Malmeneich. Dieser stand ganz im Zeichen des Zusammenschlusses beider Gemeinden vor genau 50 Jahren und wurde durch die Elzer Musikanten und den Elzer Kirchenchor festlich gestaltet. Dass das Geburtstagskind, die Nikolauskapelle kurz vor den Kirchweihfesttagen seitens des Bistums noch ein Gerüst erhielt, ärgerte da einige Ortbewohner, doch Pfarrer Henrich deutete dies als freundliches Zeichen, dass die Kirche sich stets im Umbau befinde.
Am Sonntagnachmittag trafen sich die Kirmesburschen mit ihren Mädchen zum Tanz um den Kirmesbaum und zogen dann gemeinsam mit den Hundsänger Musikanten zu Kaffee und Kuchen ins Festzelt ein. Hier begrüßte Bürgermeister Horst Kaiser dann auch alle Gäste und freute sich mit dem ganzen Ort, dass ein solches Kirchweihfest wieder möglich ist.
Die Schausteller lockten die Familien mit Karussell, Losbude und Zuckerwatte auf den Kirmesplatz. Durch freundliche Spendenumschläge hatten dann auch die ukrainischen Kinder Gelegenheit, das Rummelangebot zu nutzen, um das Kriegsgeschehen in ihrer Heimat für einen kurzen Moment zu vergessen.
So viele geladene Gäste wie lange nicht mehr, kamen dann am Monntag zum traditionellen Frühschoppen nach dem Dankgottesdienst in der Nikolauskapelle. Auch dieser Tag stand nochmals ganz unter dem Motto „50 Jahre Elz-Malmeneich“. Am Nachmittag traf man sich dann noch zu Kaffee und Kuchen. Auch die Elzer Senioren reisten dazu mit einem Bus an und erlebten ein paar gesellige Stunden. Seinen Ausklang fand das Kirmesfest dann nach der Tombola am Abend bei Musik und Tanz.
Volles Haus an allen Tagen, so wie wir es kennen und lieben, die Malmeneicher Kirmes ist zurück!

Höchste Auszeichnung für Hilmar von Schenck

Eine schöne Überraschung gab es für Hilmar von Schenck zu seinem 60. Geburtstag.
Thomas Schmidt, Vorsitzender vom Kreisfeuerwehrverband Limburg-Weilburg überreichte ihm die höchste Auszeichnung vom Nassauischen Feuerwehrverband, nämlich das Ehrenkreuz in Gold. Damit ist der Verband dem Antrag der Elzer Kameraden gefolgt, um die Verdienste des Gemeindebrandinspektors und Wehrführer der Elzer Freiwilligen Feuerwehr auszuzeichnen.
Geahnt hatte Hilmar von Schenck bereits etwas, aber es war dann doch ein großartiges Bild, wie die Einsatzkräfte mit dem gesamten Fuhrpark vor dem Haus in der Lattengasse auffuhr. Das lockte selbst die Nachbarschaft vor die Tür. Nach einem Wasserschwall in den Garten ihres Wehrführers ließen sie es sich nehmen, ihm zu seinem Ehrentag zu gratulieren.
Durch den familiären Hintergrund sei es nie eine Frage gewesen, dass Hilmar von Schenck ebenfalls Jäger werde. Als am Florianstag, dem 04. Mai 1962 Geborener zog es ihn bereits 1976 in die Feuerwehr, wo er mit großer Zielstrebigkeit seinen Weg ging und bereits mit 30 Jahren der jüngste Zugführer in Elz wurde. Mit seiner Zielstrebigkeit gehe er voran und dafür dankten ihn seine Kameraden, so sein Stellvertreter Guido Mader bei der Gratulation. Ein Dankeschön für die gute Zusammenarbeit gab es von Heinz Kunz, dem 1. Vorsitzendenden des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr. „Du bist unser Kopf und aus unseren Reihen nicht mehr wegzudenken“, so Kunz. Und auch Bürgermeister Horst Kaiser schloss sich den Glückwünschen an. Er hob das Verantwortungsbewusstsein von Hilmar von Schenck hervor sowie seine Gabe, die Mannschaft immer wieder zu motivieren. Er habe in den letzten Jahren sehr viel aufgebaut. „Es zeichnet dich aus, wie du dich und auch die Mannschaft immer wieder motivieren kannst“, so Kaiser mit Blick auf einen Einsatz am 1. Mai. Wenn andere Feiertage genießen, ist die Feuerwehr zügig da und immer einsatzbereit.

 



Prima Klima in der Erlenbachschule in Elz

Die theatrale Unterrichtsstunde zu Klimaschutz und Energie
Am Dienstag, dem 26. April 2022 gastierte „Lakritzes Clowntheater“ mit seiner Prima-Klima-Show für die Kinder der Erlenbachschule in Elz. Die Kinder der Vorklasse und der Klassen 1-4 erlebten im Bürgerhaus eine fröhliche Schulstunde mit vielen Umwelt-Tipps und Anregungen für Grundschulkinder, die sie direkt in ihrem Alltag umsetzen können. Durch die Schulstunde führten Mimi Energy und der schlaue Rabe Rudi. Unterstützt wurden die beiden von dem gelehrten Professor Pfiffikus, der die gängigsten Themen rund um den Klima- und Ressourcenschutz, mit den erstaunlichsten Apparaturen, wissenschaftlich beleuchtete.
Mittels Quizrunden, Hitparade und Interaktionstheater wurden die Kinder direkt in das Theaterstück miteinbezogen. Zahlreiche Energie- und Klimaschutz-Tipps wurden in kleinen, witzigen Szenen dargestellt und zum Ausprobieren und Weitererzählen den Kindern mit nach Hause gegeben.
Das gemeinsam gerappte Abschlusslied der Sunnyboys bleibt als Ohrwurm noch lange nach der Veranstaltung in Erinnerung und soll Groß und Klein beim zukunfts¬orientierten Handeln helfen. So konnte die Erlenbachschule als Umweltschule ihren Schülerinnen und Schülern wieder ein besonderes Angebot zum umweltbewussten Handeln machen. Als Umweltschule ist ihr das Thema Nachhaltigkeit beim eigenen Handeln ein besonderes Anliegen.

 



Ausbildungsgruppe der Bundespolizei pflanzt 650 Bäume
Auf Initiative des früheren Mitglieds der Gemeindevertretung Peter Schäfer, der inzwischen Ausbilder bei der Bundespolizei im Aus- und Fortbildungszentrum Diez ist, haben Auszubildende des ersten Dienstjahres, die Lehrgruppe DIZ 21II 3.2 (Basisausbildung) an einer Pflanzaktion im Elzer Wald teilgenommen. Auch der Lehrgruppenleiter, Polizeikommissar Spahn und Lehrkraft Polizeimeister Lamberz haben die Aktion begeistert nach Kräften unterstützt.
Insgesamt wurden ca. 650 Kiefern und Douglasien gepflanzt, die nicht individuell mit einem Verbissschutz versehen werden mussten, da die gesamte Pflanzfläche mit einem Zaun geschützt wird. Forstwirtschaftsmeister Daniel Mörsdorf zeigte den Polizeianwärtern und deren Vorgesetzten erst einmal, was alles bei der Pflanzung zu beachten ist, damit die kleinen Bäume auch gut angehen und gedeihen, bevor die jungen Leute fleißig mit der Arbeit loslegten.
Allen Beteiligten hat die Aktion viel Freude gemacht und vor allem haben auch alle sehr viel mehr Verständnis für die Natur und die Belange des Waldes mit nach Hause genommen.
Alles in allem eine äußerst gelungene Aktion, die wiederum mithilft, die Schadflächen im Elzer Wald aufzuforsten und die großen Lücken damit wieder zu schließen.
Daher bedankte sich Bürgermeister Horst Kaiser bei einem Besuch der Pflanzaktion auch ganz herzlich bei allen Beteiligten.

Schweigegang am Karfreitag zur Mordschau
Nach zweijähriger, pandemiebedingter Pause konnte an Karfreitag wieder der Schweigegang zur Mordschau stattfinden. Um 6.00 Uhr startete die Pilgergruppe an der Pfarrkirche, zu der auch wieder etliche Offheimer Gläubige gekommen waren. Unterwegs reihten sich immer mehr Wanderer still in die Prozession ein. Bei strahlendem Sonnenschein traf der Elzer Prozessionszug an der Mordschau auf zahlreiche Gläubige aus den umliegenden Gemeinden. Das gemeinsame Gebet, das Albert Friedrich in bewährter Weise vorbereitet hatte, stand in diesem Jahr unter der Überschrift „Das Kreuz auf sich nehmen“. Das Leiden in der Ukraine und in allen Kriegsgebieten dieser Welt bildete den mitgedachten Hintergrund der Gebete, und so wurde auch der Kreuzwege der Menschen in der Ukraine gedacht und für alle Opfer sowie um Frieden gebetet. Das Kreuz Jesu steht für das Mitleiden Gottes an allem menschlichen Leiden und für die christliche Hoffnung, dass die Liebe stärker ist als Hass und Gewalt – auch wenn es vordergründig anders scheint.
Ein herzliches Dankeschön gilt den Männern und Frauen der DRK-Ortsgruppe Elz, den Mitarbeitern des Gemeindebauhofs, die die Wege im Wald in Ordnung gebracht hatten und den „Freunden der Mordschau“, einer Gruppe der Kolpingfamilie Elz unter Leitung von Heiner Egenolf, die die Anlage am Kreuz der Mordschau wieder liebevoll hergerichtet und für die Andachtshefte gesorgt hatten.

Tag der Rettungskräfte

... aus Anlass des 50-jährigen Zusammenschlusses der Gemeinden Elz und Malmeneich

Am Sonntag, 10. April, fand im Rahmen des Jubiläumsjahres ein Tag der Elzer Rettungskräfte statt.

Die Ortsteilfeuerwehren von Elz und Malmeneich, die heute zusammen die Feuerwehr der Gemeinde Elz bilden, wurden sogar vor 50 Jahren im Eingliederungsvertrag der damals selbständigen Gemeinde Malmeneich mit der Gemeinde Elz ausdrücklich erwähnt.
Die Gemeinde Elz sicherte darin den Fortbestand der Freiwilligen Feuerwehr Malmeneich zu, solange ausreichend Feuerwehraktive in Malmeneich vorhanden ist.
Sollte das nicht mehr der Fall sein, werden die Einsatzkräfte samt Technik Bestandteil des Löschzugs Elz, heißt es im Vertrag weiter.
Doch nicht nur in der Feuerwehr, sondern auch in der DRK Ortsvereinigung Elz und in der DLRG Ortsgruppe Elz arbeiten heute Elzer und Malmeneicher Bürger gemeinsam mit, um ehrenamtlich zur Sicherheit in der Großgemeinde beizutragen.

 



Back to lif/ve

Phänomenaler Konzertabend im Elzer Bürgerhaus
Mit seinem diesjährigen Konzert im Elzer Bürgerhaus wollte die Schülerband der Fürst-Johann-Ludwig-Schule in Hadamar ein hörbares und sichtbares Zeichen setzen. Unter Wahrung eines strikten Corona-Schutzkonzeptes sollte von den jungen Musikerinnen und Musikern wieder der Weg auf die Konzertbühne für Live-Musik vor Publikum gewiesen werden. Ihnen gelang unter Anleitung ihres Leiters, Christoph Ries, ein begeisterndes Musikerlebnis. Allen Beteiligten war die Begeisterung und die Freude am Musizieren nicht nur anzuhören, sondern auch deutlich anzusehen. So viele Monate hatten sie auf diese Erlebnisse verzichten müssen. Dass es dem Publikum nicht anders erging, belegte der langanhaltende Applaus und die ausgelassene Stimmung im Saal.
In Zusammenarbeit mit dem Team von Eric Schröder entstand ein beeindruckendes Bühnenarrangement, das an Lichteffekten nichts zu wünschen übrig ließ. Christoph Ries der die Geschicke der Band als Musiklehrer in Hadamar bereits seit über 20 Jahren lenkt und leitet, konnte – ganz zurecht- darauf verweisen, dass auch an diesem Abend wieder ehemalige Bandmitglieder, etwa aus Wien, angereist waren, um Teacher’s despair zu unterstützen. Trotz der im Schulbetrieb regelmäßig wechselnden Schülerbesetzungen hat Christoph Ries mit dieser Band einen Garanten für musikalische Qualität, Einfallsreichtum und außergewöhnliche Schülerleistungen geschaffen. Ein Verdienst, das gar nicht hoch genug gewürdigt werden kann! Besonderes Aufsehen erregten die Sängerinnen der Band: Bahar Adigüzel und Jolina Maisels. Die letztere begeisterte besonders mit einem hinreißenden Duett mit David Fachinger. Eine reife Leistung für ihr erstes Live-Konzert mit der Band.

 



„Sommernachtstraum“ auf der Neumühle
Nachdem Corona auch das theater am bach zum Stillstand zwang, soll es in diesem Jahr wieder losgehen. In den letzten Wochen fand der Auftakt zum Theaterjahr statt. Ende März feierte das tab seinen Geburtstag mit einer akademischen Feier nach und Anfang April fand die Jahreshauptversammlung, die im letzten Jahr virtuell stattfinden musste, wieder in Präsenz statt. Es gab einen kleinen Blick zurück, aber vor allem freuen sich die Mitglied auf das, was vor ihnen liegt. Seit Januar laufen bereits die Proben und das Geheimnis konnte endlich gelüftet werden- im Sommer spielt das Ensembles von Shakespeare „Ein Sommernachtstraum“. Dafür darf der Verein wieder zu Gast auf der Neumühle sein. Doch nur der Schauspielort bleiben, ansonsten wird vieles neu sein. Ein andere Bühne, ein anderer Kontakt zwischen Schauspieler und Publikum. Das tab lässt eine Bühne nach dem Vorbilde Shakespeares in Elz entstehen. Alle dürfen gespannt sein.
Ehrungen
Die akademische Feier mit einigen Ehrengästen bot einen würdevollen Rahmen für Ehrungen. Das tab hat Danke gesagt bei einigen verdienten Mitgliedern, welche bereits von Anfang an dabei sind und den Verein mit gegründet sowie mitgestaltet haben. Hans Schilling, Vorsitzender vom Landesverband Rheinland-Pfalz überreichte die silberne Ehrennadel des Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT) für 25 Jahre Engagement an Holger Hastrich, Petra Sander sowie an Alexandra Blättel, ihre Tochter Johanna nahm die Nadel in Vertretung an, da Alexandra gesundheitlich nicht anwesend sein konnte. Zudem bekam Karl Schäfer die Verdienstmedaille für sein besonderes Engagement verliehen, da er und seine Familie uns immer wieder die Neumühle als Spielort zur Verfügung stellen.
Ein Dank geht an die Ehrengäste, welche lobende Worte für den Verein fanden und die wichtige Rolle in Elz und der Region unterstrichen. Der Dank geht an Landrat Michael Köberle, Bürgermeister Horst Kaiser, die Landtagsabgeordneten Joachim Veyhelmann und Tobias Eckert sowie die Gemeindevertreter aus Elz.
In der Jahreshauptversammlung gab es einen Blick zurück. Auch wenn das tab nicht gewohnt arbeiten konnte, präsentierte der Verein im letzten Jahr das Stück „Frau Müller muss weg“ und brachte somit ein kulturelles Angebot auf die Bühne.
Ebenfalls standen einige Wahlen für Vorstandsposten an. Dennis Schmidt wurde als Leiter Öffentlichkeitsarbeit im Amt bestätigt. Neu im Amt ist Sarah Horn als Schriftführerin. Verabschiedet wurde Alina Schmidt, welche aus beruflichen Gründen nicht mehr im Vorstand mitarbeiten kann. Der Vorstand freut sich auf das neue Jahr mit dem Freilicht als Höhepunkt.
Wer Lust auf Theater auf der Neumühle hat, sollte sich den Termin notieren. Vom 22. bis 31. Juli verwandelt das tab die Neumühle in einen „Sommernachtstraum“.

Gemeinde Elz ehrt ihre erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler

Der erste Beigeordnete Wolfgang Lindenmeyer begrüßte in Vertretung von Bürgermeister Horst Kaiser alle Anwesenden und besonders den neuen Sportkreisvorsitzenden und DOSB-Präsident Thomas Weikert ganz herzlich und freute sich, dass die Sportlerehrung wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden konnte.
Besonders aber begrüßte er alle Sportlerinnen und Sportler, die im vergangenen Jahr 2021 Spitzenleistungen erbracht haben. Das sind zwar nicht so viele wie in den vergangenen Jahren, da viele Sportveranstaltungen und Wettkämpfe Corona zum Opfer gefallen sind. Dennoch möchten wir es nicht versäumen auch die wenigen Erfolge des vergangenen Jahres hier einmal besonders zu beleuchten und zu ehren.
Es ist sehr erfreulich, dass sich immer noch und immer wieder Menschen für ehrenamtliche Aufgaben in unseren Vereinen bereit erklären. Sie alle setzen mit ihrer Arbeit ein Zeichen, dass der Sport in unserer Gesellschaft wichtig ist. Sport verbindet die Menschen über Alters-, Sprach- und Landesgrenzen hinweg. Der sportliche Wettbewerb schafft auch gegenseitiges Verständnis und Mitgefühl. Sportliche Leistungen verdienen Respekt und Anerkennung.
Wir sehen hier bei uns in Elz, trotz mehr als zwei Jahren anhaltender Corona-Pandemie, ein intaktes Gemeinwesen und ein funktionierendes soziales Miteinander. Der Sport spielt dabei eine wichtige zentrale Rolle. Mit insgesamt 4762 gemeldeten Mitgliedern aus 19 Vereinen sind Sporttreibende Vereine ein entscheidender Motor für das gesellschaftliche Leben in unserer Gemeinde. Die Sportvereine bilden die wichtigste Klammer um alle Generationen herum. Von den Bambini-Gruppen bis zur Seniorengymnastik wird hier ein „Dialog der Generationen“ gepflegt.

 



Bildstock als Gemeinschaftswerk

Denkmal auf dem alten Friedhof feierlich eingesegnet
Der Bildstock, der früher an der Friedrich-Ebert-Straße stand, ist auf dem alten Elzer Friedhof - gegenüber dem alten Standort – wieder neu errichtet worden. Am vergangenen Sonntag ist das Denkmal, mit einer Reliefplatte mit den 14 Nothelfern und der heiligen Familie im Zentrum, feierlich eingeweiht worden. Bürgermeister Horst Kaiser spricht von einem Gemeinschaftswerk vieler Elzer Bürger.
Die Feierstunde wurde vom gemischten Chor "Salto Vocale" der Elzer "Germania" unter der Leitung von Jürgen Faßbender mit zwei Liedvorträgen mitgestaltet. In Vertretung des wegen Corona verhinderten Bürgermeisters begrüßte der Erste Beigeordnete Wolfgang Lindenmeyer die Gäste sowie Sängerinnen und Sänger, Vertreter des Geschichts- und Museumsvereins, Restaurator Josef Weimer, Bürger sowie die Pfarrer Gereon Rehberg für die katholische und Pfarrer Christian Dolke für die evangelische Kirchengemeinde.
Wolfgang Lindenmeyer berichtete, wie es dazu kam, den Bildstock auf dem unteren Teil des alten Friedhofes zu errichten. Dazu zitierte Lindenmeyer Aussagen aus einer von Horst Kaiser vorbereiteten Rede. Der an der Friedrich-Ebert-Straße stehende Bildstock sei vor etwa zwölf Jahren auf Initiative des Seniorenteams mit dem damaligen Sprecher Karl Fritz noch einmal mit einer neuen Dacheindeckung und einem neuen Anstrich versehen worden. Allerdings habe sich danach kaum noch jemand um den Bildstock gekümmert.

 



Kulturkreiswanderung im Taunus
Bereits seit einigen Jahren lädt der Kulturkreis Elz in jedem Jahr zu einer Kultwanderung ein. Bernd Schenk hatte auch in diesem Jahr wieder in seiner Funktion als Wanderwart eine ebenso interessante wie anspruchsvolle Rundwanderung von der Kreuzkapelle in Bad Camberg teils dem Kercheweg folgend nach Hasselbach und von dort wieder zurück zur Kreuzkapelle vorbereitet.
Zu Beginn aber wurde zuerst mit sachkundiger Führung durch Hr. Bernd Schlösser die Kreuzkapelle mit der Krypta besichtigt und sogar ein Kanon intoniert zu dem Gerd Hammrich die Glocke läuten durfte.
Vom Plateau, auf dem die Kapelle errichtet ist, hat man einen weiten Rundblick über den goldenen Grund und nach Norden zum Westerwald, ein Ort zum Entspannen und genießen.
Zunächst führte der Weg dann steil bergab zur Wallfahrtskirche St. Georg in Schwickershausen, die von außen kleiner aussieht als sie in Wirklichkeit ist. Auch hier wurden die Wanderer wieder von Frau Regina Haberzettel sachkundig über die Geschichte und Bedeutung als Wallfahrtskirche informiert.
Von hier aus ging es dann über Dombach stetig bergauf und dann weiter zum Eichelbacher Hof, der sehr idyllisch in einem Taleinschnitt liegt. Unterwegs wurde sich bereits schon mit Proviant und auch einem Schnäpschen gestärkt.
Weiter führte der Weg an der Vogelburg vorbei nach Hasselbach zur verdienten Rast im Landgasthof Zum Löwen.
Gut gelaunt und frisch gestärkt ging es dann nochmal bergauf zum Kuhbett mit den Windkraftanlagen auf eine Höhe von ca. 500 m über n.n.. Leider gibt es auch hier große Kahlflächen, die früher tiefgrünen Fichtenbestände sind alle der Trockenheit und dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen.
Von hier aus ging es dann fast nur noch bergab, bis auf den letzten noch einmal steilen Aufstieg von Schwickershausen zur Kreuzkapelle, insgesamt eine Wegstrecke von fast 18 km.
Alle die dabei waren lobten die gute Vorbereitung und Durchführung der Wanderung, die allen mit den landschaftlich abwechslungsreichen und reizvollen Ausblicken sehr gut gefallen hat.
Zum Abschluß trafen sich dann noch einige unentwegte Wanderer beim Taki im Bürgerhaus um den Tag ausklingen zu lassen. (hk)

Einheitsbuddeln-Baumpflanzen für jedermann
Bereits am 3. Oktober 2019 fand zum ersten Mal in Deutschland die bundesweite Aktion „Einheitsbuddeln“ statt. Diese Aktivität soll sich aber nicht nur auf ein bestimmtes Datum beziehen, sondern kann auch ganzjährig durchgeführt werden.
Mit dieser Aktion möchten wir auch in Elz allen Bürger*innen (zum Beispiel bei Geburten, runden Geburtstagen, Hochzeiten, etc.), aber auch den Jahrgängen, den Vereinen, den Schulen, den Kindergärten, den politischen Parteien und auch Firmen die Möglichkeit eröffnen, aktiv etwas für den Umweltschutz und die Artenvielfalt zu tun.
Bäume übernehmen vielzählige Aufgaben für uns Menschen, unschlagbar günstig und effizient. Bäume sind leicht zu pflanzen und entziehen der Atmosphäre über Jahre CO² und binden dieses langfristig in ihrer Biomasse und im Boden.
In Elz wurde von der Gemeinde für eine solche Pflanzaktivität eine Fläche im Fleckenberg (gegenüber der Schönstatt-Kapelle) zur Verfügung gestellt.
Eine erste Pflanzaktion hat nun am 12. März 2022 stattgefunden, hier haben Frank Zei (SPD) und Andreas Schenk (CDU) mit Unterstützung weiterer Helfer die ersten Bäume gepflanzt.
Die 5 Bäume (2 Vogelkirschen, 2 Esskastanien, 1 Elsbeere) und das notwendige Zusatzmaterial wurden uns von der Gemeinde Elz dafür kostenlos zur Verfügung gestellt.
Wir hoffen sehr, dass sich nun viele weitere Bürger*innen für diese ökologisch so wichtige Aktivität begeistern lassen, und ebenfalls mit „ihrer Baumspende“ dazu beitragen, den Klimawandel aktiv zu begrenzen.
Ansprechpartner für die Planung und Umsetzung weiterer Pflanzaktionen ist bei der Gemeinde Elz Alexandra Blättel (Telefon: 06431-9575-12, Email: alexandra.blaettel@elz-ww.de)

Viele helfende Hände beim „Sauberhaften Frühjahrsputz“
Die Aktion „sauberhaftes Elz“ hat sich im Frühjahr zu einem festen Termin im Veranstaltungskalender der Gemeinde Elz etabliert. Bereits zum 16. Mal rief die Gemeinde Vereine und Mitbürger für den Samstagvormittag, den 12. März auf, in und um Elz den Müll einzusammeln.
175 Personen, so viele wie lange nicht mehr, waren gemeldet und sammelten fleißig Müll ein. Innerhalb von zwei Stunden füllten diese unzählige blaue Müllsäcke, welche am Ende alle auf dem Bauhof zusammengetragen wurden. Die beteiligten Vereine aktivierten vor allem ihre Kinder- und Jugendabteilungen, um sie für das Thema Umweltschutz und sauberes Elz zu sensibilisieren. Bürgermeister Horst Kaiser fasste einzelne Stimmen zusammen, die mehrheitlich angaben, dass die Sammelstellen insgesamt sauberer als in den Jahren zuvor vorgefunden wurden. Ein großer Erfolg der jährlichen Müllsammelaktion. Doch lassen sich auch immer wieder regelrechte Abfall-Hotspots auffinden, die große Mengen an illegal entsorgtem Dreck aufweisen. In diesem Jahr konnte so ein Lager von 56 Altreifen in der Nähe der Geflügelzuchtanlage entdeckt und der leider sehr teuren Entsorgung zugeführt werden.
Der Bauhof sammelte alle bereitgestellten blauen Säcke entlang der Sammelstrecken ein und brachte alles zur Müllkippe auf den Bauhof, wo sich dann der gesamte Unrat in der Halde auftürmte. Unglaublich, was Menschen einfach achtlos in die Natur werfen.
Zum Dank gab es für alle Helfer faire Schokolade, denn das gemeinsame Mittagessen musste leider auch in diesem Jahr wieder ausfallen. Das Eintopfessen ist aber für das nächste Jahr wieder fest in der Planung.
Viele Vereine der großen Elzer Vereinsfamilie beteiligten sich an der Aktion. Mit dabei waren das DRK und Jugendrotkreuz, das theater am bach, die Flugsportgruppe, der Kulturkreis, der Angelsportverein Elz-Hadamar, die Mädchenwohngruppe, die Feuerwehr Malmeneich e.V., die Kirmesburschen 2022, der CDU-Gemeindeverband und die Junge Union, der SPD-Ortverein und die Ahmadiyya Muslim Gemeinde. Daneben beteiligten sich auch viele private Gruppen, Familien mit Kindern und Einzelpersonen. Diese Aktion zeigte wieder einmal mehr den großen Zusammenhalt unter den Elzern, die sich für ein positives und sauberes Wohnumfeld eingesetzt haben.
Dafür vielen Dank!

Blumengruß zum Weltfrauentag

Im Rahmen des Weltfrauentags setzen viele Aktive ein Zeichen für Frauenrechte und beteiligen sich mit bunten Blumengrüßen und Rosenaktionen in ganz Deutschland an der Fairtrade-Aktion „Flower Power – Sag es mit fairen Blumen“.
So auch die Fairtrade-Gemeinde Elz! 250 bunte fair gehandelte Rosen wurden am Morgen des 8. März an einem Stand vor der KSK an die vorbeikommenden Frauen verteilt. Dabei war die Freude bei den Damen über den kleinen Blumengruß sehr groß.
Die Initiatorin der Aktion, Alexandra Blättel war ebenfalls begeistert bei der Ausgabe der fairen Rosen und konnte dabei auf überwiegend positive Resonanz der freudig überraschten Damen treffen. Das Besondere an diesem Projekt ist, dass hier die großen Themen Fairtrade und Gleichberechtigung zusammentreffen und miteinander verschmelzen. „Hier kann ich gleich zwei meiner Arbeitsthemen gleichzeitig bearbeiten: Zum einen agiere ich hier als interne Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Elz und mache damit auf die Rechte der Frauen aufmerksam, zum anderen unterstütze ich mit Rosen, einem besonderen fairen Produkt, die Arbeit der Steuerungsgruppe Fairtrade in unserer Gemeinde, um weiterhin Bewusstsein für den fairen Handel zu schaffen.“

 



Erfolgreiche Baumpflanzaktion
Die öffentliche Baumpflanzaktion der Gemeinde Elz und der Revierförsterei, wurde sehr gut angenommen und hat bei herrlichem Wetter allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht.
Bürgermeister Horst Kaiser begrüßte die ca. 25 Erwachsenen und 7 Kinder und freute sich über die sehr gute Resonanz für diese Aktion, die gerade in der jetzigen Zeit ein Zeichen setzen soll für nachhaltiges Handeln. Daneben begrüßte er auch Revierförster Ralf Heukelbach, den Leiter des Forstamtes Weilmünster, Jörg Ahner, sowie Forstwirtschaftsmeister Daniel Mörsdorf und den Studenten der Forstwirtschaft, Tom Altbrod. Die Forstleute hatten die Aktion gut vorbereitet und auf der Pflanzfläche bereits alle Standorte entsprechend markiert.
Revierförster Ralf Heukelbach erläuterte welche Gedanken man sich im Vorfeld zur Wiederaufforstung gemacht hatte. Große Fichtenbestände im Wald sind aufgrund der Trockenheit der vergangenen Jahre dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen und mussten gefällt werden. Eine dieser Flächen sollte nun mit nahezu 400 Pflanzen wieder aufgeforstet werden. Fichten kamen daher aufgrund der Standortbedingungen nicht mehr infrage, stattdessen sollten nun Edellaubbäume, die mit den Standortbedingungen besser zurechtkommen, gepflanzt werden.
Ausgewählt wurden ca. 250 Esskastanien, ca. 50 Eichen und dazu entlang des Waldweges Wildkirschen, Wildapfel und Speierling, insgesamt nahezu 400 Jungpflanzen, die innerhalb von gut 2,5 Stunden gepflanzt und mit einem Schutz gegen Wildverbiss versehen wurden. Zusätzlich, so der Förster, werden sich aufgrund des Samenfluges hier auch noch Ahorn und andere Baumarten im Rahmen der Naturverjüngung ansiedeln.
Bei der Pflanzaktion konnten sich auch die Kinder gut einbringen und im Team ging die Arbeit flott von der Hand. Zwischendurch gab es noch einen kleinen Imbiss und ausreichend Wasser und Apfelschorle für die trockenen Kehlen.
Am Ende waren sich alle einig: Was kann es sinnvolleres geben als sich an einer solchen Aktion zu beteiligen? Sobald möglich und sinnvoll, soll das wiederholt werden. Es bietet sich auch an im Rahmen der Pflege der Anpflanzungen, wenn z.B. der Verbiss-Schutz wieder entfernt werden muss, eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger anzubieten.
Vielen Dank allen, die dabei waren!

Horst Kaiser, Bürgermeister

Lkw durchbricht Mittelleitplanke

Acht Verletzte auf der Autobahn
Mit der Alarmmeldung „eingeklemmte Person nach Lkw-Unfall mit Pkw“
Wurde die Feuerwehr Elz am Donnerstag, 24. Februar um 19.51 Uhr auf die A 3 alarmiert.
Da beide Fahrtrichtungen vom Unfall betroffen waren, aber noch kein genauer Einsatzort bekannt war, teilte sich der Rüstzug in beide Fahrtrichtungen auf.
Letztlich bildete die Fahrtrichtung Köln Höhe Kilometer 102,5 den Einsatzschwerpunkt.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stellte sich die Lage zunächst völlig unübersichtlich und chaotisch dar:
Ein Sattelzug mit einem fabrikneuen Lkw auf dem Trailer war in Fahrtrichtung Frankfurt aus unbekannten Gründen außer Kontrolle geraten und hatte die Mittelleitplanke auf etwa 200 Metern niedergewalzt und schließlich durchbrochen. Zwei Pkw kollidierten mit dem Lkw in Fahrtrichtung Köln, ein weiterer Pkw fuhr in Fahrtrichtung Frankfurt auf das Unfallfahrzeug auf. Acht Menschen wurden bei dem Unfall verletzt, vier davon schwer verletzt.
Ein Großaufgebot an Rettungskräften und Notärzten wurde an der Einsatzstelle zur Versorgung der Patienten tätig.

 



Zeitaufwändiger Gefahrguteinsatz auf der Autobahn

Von einem Gefahrguteinsatz wurde die Online-Übung der Feuerwehr Elz am Mittwochabend, 23. Februar, um 20.01 Uhr unterbrochen.
In Fahrtrichtung Frankfurt im Bereich der Ausfahrt Limburg-Nord wurde ein Sattelzug gemeldet, aus dem eine rote Flüssigkeit austrete.
Der erweiterte Rüstzug der Feuerwehr Elz, rückte mit 26 Einsatzkräften 7 Fahrzeugen aus. Die gemeldete Lage bestätigte sich vor Ort.
Aufgrund der Ladepapiere konnte die Flüssigkeit als Motor-Kühlmittel identifiziert werden. Neben Maßnahmen zum Auffangen der austretenden Flüssigkeit wurde bereits ausgelaufene Flüssigkeit mit Bindemittel abgebunden, um eine weitere Ausbreitung in den Grünstreifen zu verhindern.
Aufgrund der bereits ausgetretenen Menge wurde die Untere Wasserbehörde des Landkreises angefordert, die weitere Sicherungsmaßnahmen am Erdreich für den Folgetag veranlasste.
Nach der Erkundung der Ladung war klar, dass es ein langer Einsatz wird.
59 Europaletten mit darauf abgestellten 60 Liter-Gebinden waren mangels Ladungssicherung vermutlich beim Bremsen verrutscht. Dabei stürzten mehrere Paletten um und beschädigten die Kunststoff-Fässer.



Wie man sich vor Kriminalität im Alter schützt
„Im Zweifelsfall immer auf Nummer sicher gehen“
Online-Vortrag im Alloheim Haus Elz mit LKA-Experte Rüdiger Heil
Im Rahmen der Alloheim-Expertenreihe in der Senioren-Residenz Haus Elz berichtete der Kriminalhauptkommissar aus diesem Grund jetzt über die häufigsten Betrugsmodelle und gab hilfreiche Tipps und Ratschläge, wie man derartige „Maschen“ rechtzeitig erkennt und sich davor schützen kann. „Prinzipiell gilt: Fühlt man sich in einer Situation nicht wohl, sei es am Telefon oder an der Haustüre, gilt es, auf Nummer sicher zu gehen“, so Heil, „legen Sie einfach auf oder schließen Sie die Türe.“ Dann empfiehlt es sich, sich an eine Vertrauensperson zu wenden oder die 110 anzurufen. „Vertrauen Sie auf ihr Bauchgefühl“, erläutert der LKA-Experte weiter, „die Polizei wird sie telefonisch niemals nach ihren Vermögensverhältnissen oder ihrer Bargeldmenge im Haus fragen. Genauso wenig wird eine Art Kaution verlangt, falls ein Familienangehöriger in einen Unfall verwickelt ist.“
Um persönlichen Konfrontationen mit Personen an der Haustüre vorzubeugen, empfiehlt Heil allen Seniorinnen und Senioren die Anschaffung eines Sperrbügels. Damit lässt sich die Türe nur einen spaltbreit öffnen und nicht von außen aufstoßen. „Manchmal genügt jedoch auch einfach ein Blick aus dem Fenster, um zu entscheiden, ob man überhaupt an die Türe gehen sollte“, sagt der Kriminalhauptkommissar. Eine einfache, aber effektive Präventionsmaßnahme.
Doch was soll man machen, wenn die Trickbetrüger bereits im Haus sind? Ein Einwand aus dem Publikum, dem sich Rüdiger Heil nach dem Vortrag für individuelle Fragen zur Verfügung stellte. „Eine allgemeingültige Antwort darauf gibt es nicht“, erklärt der Experte, „grundsätzlich kann man jedoch sagen: Werden Sie laut! Rufen Sie um Hilfe und machen Sie der Person deutlich, dass sie die Wohnung verlassen soll. Mit etwas Glück machen Sie ihre Nachbarn auf sich aufmerksam.“

Spendenübergabe Historischer Kalender 2022 durch die Elzer SPD

Am Samstag, 05.02.2022, überreichte die Elzer SPD auf der ‚Zentralen Sportanlage‘ den Erlös der Kalenderaktion 2022.

Dieser stand in diesem Jahr unter dem Motto „Elzer Gaststätten und Kneipen im Wandel der Zeiten“. Er sprengte alle Erwartungen, so dass der Spendenertrag zu Gunsten der Jugendarbeit der Elzer Vereine gegenüber dem Vorjahr von 1800 € auf 2300 € gesteigert werden konnte. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Yvonne Schäfer dankte allen Käufer*innen. Dieses überragende Ergebnis mache jetzt schon Mut für den Kalender 2023.
Damit konnte seit 2016 mit insgesamt 10.800 € die fantastische ehrenamtliche Arbeit der Elzer Vereine unterstützt werden, denen sie in ihrer kurzen Ansprache für ihre engagierte Jugendarbeit ausdrücklich dankte.
Die Gelder fließen in diesem Jahr mit jeweils 900 € an das Royal Ballett und den Musikverein Elz, 300 € werden am kommenden Freitag, 11.02.2022, an die Mädchenwohngruppe „Hephata“ und 200 € an den Bürgerfonds Elz überreicht. Bei allen vier Vereinen wisse die Elzer SPD Ihr Geld in guten Händen.
Ihr Dank ging natürlich auch an alle Unterstützer*innen, die zum Gelingen des Kalenders beigetragen hatten. Das gilt in besonderem Maße für das Elzer Gemeindearchiv mit Otto Purtauf an der Spitze, für die beteiligte Werbeagentur Weber sowie für Frau Geismar von Buch & Tee beim Verkauf des Kalenders. Yvonne Schäfer dankte auch Werner Wittayer, Harry Mohr und Henry Klinger für „ihr glückliches Händchen“ in Bezug auf den Erfolg des „Historischen Kalenders 2022“. Er möge Sie mit Freude und ein paar schönen Erinnerungen durch das Jahr 2022 begleiten.
Übrigens: Für Ideen und Fotos sind wir jederzeit dankbar, sprechen Sie uns an!

Bildunterschrift:
Auf dem Foto von links nach rechts: Harry Mohr (SPD), Anne-Sophie Reusch, Jana Romanowski (beide Royal Ballett), Christoph Schmidt, Tobias Herborn (beide Musikverein Elz), Yvonne Schäfer, Benedikt Michel (beide SPD)

5. freiwilliger Hilfseinsatz im Ahrtal
Zum 5. Mal rückten 11 Mitglieder des 2. Löschzugs der Feuerwehr Elz, unterstützt von 5 Kameraden der Feuerwehr Mengerskirchen-Probbach sowie 3 Kameraden aus Hadamar-Niederzeuzheim über das 4. Januar-Wochenende zum Hilfseinsatz ins Ahrtal aus.
Erneut hatte Zugführer Dominik Hunsänger mit der dortigen Koordinierungsstelle etliche anspruchsvolle Einsatzstellen abgesprochen, die über das Wochenende abgearbeitet wurden.
Schwerpunkt der Aktionen waren erneut Mayschoß und Dernau.
Vor allem das Abpumpen und Zerlegen von beschädigten Heizöltanks war erneut ein Schwerpunkt des 2. Löschzugs. Ein weiterer Schwerpunkt war das Ausgraben und Freilegen der sogenannten „Winzerquelle“, die noch komplett mit Geröll verschüttet war. Dabei handelt es sich um einen unterirdischen Wasserspeicher, aus dem die Winzer das Wasser zur Bewässerung der Weinberge entnehmen können.
Somit ein wichtiger Bestandteil der landwirtschaftlichen Infrastruktur.
Parallel wurden in ausgewählten Objekten Wände und Decken vom kontaminierten Putz befreit, um eine Sanierung zu ermöglichen.
Aufgrund der Schadstoffbelastung mussten zahlreiche Einsätze unter besonderer Schutzausrüstung absolviert werden, um die Gesundheit der Helfer zu schützen.
Ein emotional wichtiger Punkt für die verbliebene Bevölkerung war der Transport und die Aufstellung einer großen Feuerschale am zentralen Ortsplatz in Mayschoß, der künftig den in zahlreichen Tiny-Häusern untergebrachten Bewohnern einen neuen zentralen Treffpunkt mit Wärmefunktion schafft.
Zum Schluss unseres Arbeitswochenendes wurde noch der Frischwassertank des Versorgungszeltes in Laach aufgefüllt.

Im Vergleich zu den letzten Hilfseinsätzen ist uns aufgefallen, dass bei der Hilfe durch freiwillige Helfer eine Art „Winterruhe“ eingetreten ist. Bemerkenswert ist aber nach wie vor der freiwillige Einsatz vieler Handwerksbetriebe aus der ganzen Republik, die mit Personal- und Materialeinsatz die Stromversorgung der Wohnhäuser erneuern bzw. Heizungsanlagen einbauen.
Die Menschen berichten aber auch, dass von den zahlreich zugesagten Hilfsgeldern bislang sehr wenig bei den Betroffenen angekommen ist, weil zahlreiche bürokratische Hürden langwierig überwunden werden müssen.
Wir sind froh, mit unseren aktiven Beiträgen immer wieder konkrete Hilfe leisten und damit positive Signale aussenden zu können.
Dabei wurden wir auch dieses Mal wieder dankenswerter Weise von Schäfer-Dein Bäcker mit Marschverpflegung und der Malteser Fluthilfe HRS mit technischem Zusatz-Equipment ausgestattet.

Gewinner der Elzer Weihnachtsverlosung des Gewerbevereins
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!
Am 17. Dezember wurden unter notarieller Aufsicht von Dr. Mathias Schäfer und Anwesenheit des Geschäftsführers des Gewerbevereins Gerhard Richter die Gewinner*innen der diesjährigen Elzer Weihnachtsverlosung gezogen.
Als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk wurden die 4 Hauptpreise am vergangenen Mittwoch zusammen mit den Sponsoren und einigen Vorstandsmitgliedern des Gewerbevereins an die glücklichen Gewinner übergeben:
Über den ersten Preis, einen Aufenthalt im Europapark Rust mit Übernachtung, unterstützt vom Reisebüro Elz, freute sich Andreas Reger mit seiner Frau. Der zweite Preis, ein moderner Fernsehsessel mit Aufstehhilfe vom Rolli SB Möbelmarkt, fand großen Anklang bei Werner Kulbach und seinem Enkel Aaron. Der dritte Preis, eine 3-monatige Mitgliedschaft im Sportpark Elz mit Trainingsplan und Diagnostik, ging an Helga Mongelluzzi. Über den vierten Preis, ein hochwertiges Tablet, gesponsert von OBF IT-Solutions, freute sich Peter Heuser mit seiner Frau. Die Gewinner der restlichen 79 Preise finden Sie in dieser Ausgabe sowie auf der Facebook- und Internetseite des Gewerbevereins und in den Elzer Banken. Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich beteiligt haben!
Auch möchten wir, der Gewerbeverein, uns noch einmal ganz herzlich bei all unseren vielen treuen Kunden bedanken, die ganz bewusst vor Ort kaufen, Essen bestellen und Service in Anspruch nehmen - dadurch sichern Sie, liebe Kundinnen und Kunden, vielen Geschäften und Unternehmen auch in diesen denkwürdigen Zeiten die Chance, dass es weitergeht und die schöne Vielfalt des Einkaufens in Elz erhalten bleibt.

Vielen herzlichen Dank dafür und beste Wünsche für das neue Jahr!
Herzlichst, Beate Seibert-Simon, Vorsitzende Gewerbeverein Elz

 Gewinnerliste

Foto von links nach rechts:
Gewinner Werner Kulbach mit Enkel Aaron, Sponsoren Alexander Arendt und Christine Medenbach, Gewerbevereins-Geschäftsführer Gerhard Richter und Vorsitzende Beate Seibert-Simon, Gewinner Andreas Reger mit Frau, Gewerbevereins-Kassierer Alexander Hilb und Gewinner Peter Heuser mit Frau

Pfadfinder haben das Friedenslicht nach Elz gebracht
Auch wenn durch Corona das Zusammenkommen schwierig ist, so haben die Pfadfinder Johannes Opilio de Elss wie jedes Jahr das Friedenslicht nach Elz gebracht. Bis zu den Weihnachtsfeiertagen konnte sich jeder sein Friedenslicht vor dem Seniorenwohnzentrum in der Schulstraße entzünden.
Für Tobias Viehmann ist es eine Tradition, dass Friedenslicht nach Elz zu bringen. Seit 2004 holen die Pfadfinder das Friedenslicht nach Elz, seit 2009 kommt es immer zum SWZ. Vor Corona fand ein Gottesdienst im SWZ statt, im Rahmen dessen es weitergegeben wurde. Das war die letzten beiden Jahre nicht möglich. Denn ist sich Tobias Viehmann sicher, dass die Menschen darauf warten. „Das Friedenslicht nach Elz zu holen, ist nicht nur ein Highlight für uns, sondern auch für die Bewohner im SWZ“, weiß er zu berichten, „ich möchte gerne das Friedenslicht mit den Menschen teilen, die nicht so mobil sind.“ Damit das Licht nicht erlischt, hat er drei Kerzen in einem Eimer mit Sand gefüllt, transportiert. Und als er nach Elz kam, habe er das Licht schon fleißig in der Nachbarschaft verteilt.
Das Friedenslicht kommt aus Bethlehem. Mit dem Flugzeug gelangt es nach Wien, von wo die erste große Aussendung nach Europa stattfindet. Tobias Viehmann hat das Licht schon an verschiedenen Orten abgeholt. Die Pfadfinder nahmen bereits zu einem Aussendungsgottesdienst in Fulda teil und Köln. Auf der Seite vom Friedenslicht ist zu sehen, wo es geholt werden kann. Diesmal haben sie es in der Nähe von Neuwied abgeholt. Zu spät haben sie gesehen, dass das Friedenslicht auch Pause auf der Raststätte Limburg-Nord gemacht hat.
Diese Geste des Friedenslichtes gibt es seit 1986. Ein Kind entzündet das Licht in Bethlehem. Am 3. Advent wird das Licht in Deutschland verteilt. Die Idee entstand im oberösterreichischen Landesstudio des Österreichischen Rundfunks (ORF). Inzwischen zieht sich diese Idee über ganz Euro. Ein Licht aus Betlehem soll als Botschafter des Friedens durch die Länder reisen und die Geburt Jesu verkünden. Seit 1993 gibt es diese Geste auch in Deutschland auf Initiative der Pfadfinderverbände. Jedes Jahr gibt es ein Motto für diese Aktion. In diesem Jahr lautet das Motto „Friedensnetz – ein Licht, das alles verbindet“. (hl)

2G-Regel und Live-Musik beim Elzer Eiszauber
Aufgrund der verschärften Corona-Lage gilt seit Sonntag, dem 05.12.2021 beim Elzer Eiszauber die 2G-Regel. Zugang erhalten nur Personen die nachweislich geimpft oder genesen sind. Kinder unter 18 sind von der Regelung ausgenommen. Allerdings müssen sie ihr Testheft der Schule oder einen aktuellen negativen Testnachweis vorweisen. Die Eisbahn wurde abgesperrt und der Zugang mit Einlasskontrolle erfolgt ausschließlich über die große Treppe am Rathausplatz. Wir bitten alle Besucher des Elzer Eiszaubers um Verständnis für diese Beschränkungen. Trotzdem sind wir sehr froh, dass wir die Veranstaltung bisher so durchführen konnten und wollen allen Eislaufbegeisterten das Vergnügen auch noch bis zum Abschluss am 12.12. bieten.
Dass der Elzer Eiszauber trotz Corona eine tolle Sache ist, zeigte sich am Samstagabend mit einem tollen Live-Event. Geplant war die Frauenband „Miss Sunday“, die jedoch wegen der Erkrankung einer Musikerin kurzfristig absagen musste. Spontan eingesprungen ist die Band „Sauna-Projekt“, die das Publikum einer stattlichen, aber auch angenehmen Besucherzahl begeisterte. Alle Anwesenden haben sich dabei vorbildlich an die gegebenen Rahmenbedingungen gehalten und hatten trotzdem viel Spaß bei guter handgemachter Cover-Musik.
Auch die Vormittage, die durch viele Schulklassen aus der ganzen Umgebung gebucht sind zeigen, dass der Elzer Eiszauber eine gelungene Abwechslung vom Schulalltag ist. Hier kommen die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften mal auf andere Gedanken und dürfen für eine Weile auf dem Eis unter freiem Himmel abschalten.
Neben dem Schulbetrieb am Vormittag und dem Publikumslauf für den Rest des Tages, hat der Elzer Eiszauber noch einiges zu bieten. Am Donnerstagabend geht es für kleinere Clubs und Gruppen zur zweiten After-Work-Party. Hüttengaudi mit Alpenrock, Schlager und Après-Ski-Musik von Diamond-Media-Event gibt es dann am Freitagabend und am Samstag spielt dann nochmals die für diesen Abend gesetzte Live-Band „Sauna-Projekt“ auf. Am Sonntag endet dann nach der letzten Eislaufzeit um 20.00 Uhr das Elzer Wintermärchen für diese Eissaison unter erschwerten Bedingungen.
Hoffen wir darauf, dass der nächste Eiszauber dann wieder unter einem besseren Stern steht.

DRK-Impfaktion im Bürgerhaus voller Erfolg

Am vergangenen Samstag waren alle Impfwilligen von 14.00 bis 18.00 Uhr zu einer Sonderimpfaktion des DRK ohne Termin ins Elzer Bürgerhaus eingeladen. Insgesamt wurden 428 Dosen des Impfstoffes Moderna an die bereitwilligen Bürgerinnen und Bürger verimpft. 43 Personen davon erhielten ihre Erstimpfung, die Zahl der Zweitimpfung ist nicht nennenswert, denn der Rest war zur ersehnten Booster-Impfung da. Eine Stunde zuvor war ein Zeitfenster von 13.00 bis 14.00 Uhr für die Mitglieder der Elzer Hilfsorganisationen von Freiwilliger Feuerwehr, DLRG und DRK zum Auffrischen reserviert.

Herzlichen Dank dem DRK für dieses lokale Impfangebot, welches uns sicherlich hilft endlich aus der Pandemie herauszukommen. Denn weiterhin gilt, nur wer sich impfen lässt, schützt sich und andere! Auch wenn eine Impfung nicht 100%ig vor einer Infektion schützen und es immer mal wieder Impfdurchbrüche geben kann, so zeigt doch die aktuelle Situation, dass es sich dann überwiegend um sehr schwache Krankheitsverläufe handelt.

Die Devise lautet also: Weiter Impfen, was das Zeug hält!

Landrat überreicht Ehrungen
Landrat Köberle überreicht Landesehrenbriefe an Ingrid Friedrich und Gerd Hammrich
Limburg-Weilburg. Landrat Michael Köberle hat den beiden Elzern Ingrid Friedrich und Gerd Hammrich für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement in den unterschiedlichsten Ämtern und Funktionen den Landesehrenbrief überreicht. Claudia Braun-Wotrubez aus der Geschäftsführung des Kulturkreises Elz hatte diese Auszeichnung angeregt, pünktlich zum 40-jährigen Vereinsjubiläum des Kulturkreises Elzer Bürgerhaus.
Ingrid Friedrich ist Mitglied beziehungsweise Gründungsmitglied zahlreicher Elzer Vereine. Aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit als Steuerberaterin verfügt sie über ein hohes Fachwissen, das sie einer großen Anzahl von Vereinen – auch außerhalb der Gemeinde Elz – unentgeltlich, beziehungsweise nur gegen Aufwandsentschädigungen, zu Gute kommen lässt. Beispielhaft seien hier der Schulverein der Erlenbachschule Elz, das Theater am Bach Elz, der Geschichts- und Museumsverein Elz, die Karnevalsgesellschaft Hadamar und weitere 14 Vereine aufgeführt. Ohne dieses außergewöhnliche Engagement wären zahlreiche Vereine auf kostenintensive Unterstützung bei steuerrechtlichen oder buchhalterischen Angelegenheiten angewiesen. Sie ermöglicht somit gerade auch kleinen Vereinen ein Auskommen beziehungsweise Überleben.
Darüber hinaus nahm und nimmt Ingrid Friedrich zahlreiche politische Ehrenämter wahr, wie beispielsweise als Mitglied der Gemeindevertretung Elz – davon zehn Jahre als Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses –, als Erste Beigeordnete der Gemeinde Elz oder aber auch als Mitglied des Kreistages Limburg-Weilburg.
Weiterhin übernimmt Ingrid Friedrich die Aufgaben der Schatzmeisterin im CDU-Gemeindeverband Elz, einer ehrenamtlichen Richterin beim Sozialgericht beziehungsweise Verwaltungsgericht Wiesbaden oder aber auch im Anstaltsbeirat der Justizvollzugsanstalt Limburg.
Seit 1996 ist Ingrid Friedrich im Vorstand des Bürgerfonds Elz und seit 2012 die Vorsitzende. Der Bürgerfonds sammelt Spenden und organisiert Benefizaktionen, um in Not geratenen Bürgerinnen und Bürgern zu helfen. Bereits 2010 hat Ingrid Friedrich für ihre Tätigkeiten im Bereich des Bürgerschaftlichen Engagements das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten.
Und natürlich war Ingrid Friedrich auch gleich drei Mal Prinzessin des Dreierbundes der Städte Limburg, Hadamar und Diez, und zwar in den Jahren 1990, 2003 und 2004, wobei sie auch immer großen Wert darauflegte, die Senioren- und Pflegeheime im Landkreis zu besuchen.

Gerhard Hammrich, der von allen stets nur Gerd genannt wird, ist 2. Vorsitzender des El-zer Kulturkreises. Im Jahr 2020 wurde er für 30 Jahre Vorstandsarbeit ausgezeichnet. Er ist über die Ortsgrenzen hinaus bekannt als der Hexenmeister des Elzer Hexenkessels. Sein dort dargelegtes Engagement trug maßgeblich zu dem in ganz Hessen bekannten Straßenkarneval des Elzer Hexenkessels bei, der 2018 zum 25. Mal stattfand. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher zog es jährlich bis zur vorläufigen Beendigung des Hexenkessels 2018 nach Elz. Gerd Hammrich übernimmt seit Jahren die Moderation bei der Kinderfastnacht sowie dem im ganzen Landkreis Limburg-Weilburg bekannten „Singen am Erlenbach“. Seine dort vorgebrachten, geschichtlichen Hintergrundinfos zu den gesungenen Volksliedern werden von den überwiegend zu Besuch kommenden Seniorinnen und Senioren sehr gerne aufgenommen und wecken bei vielen Menschen schöne Erinnerungen an die eigene Kindheit und Jugend.
Gerd Hammrich war 17 Jahre lang Jugendfußball-Trainer beim SV Elz, er war Übungsleiter beim Turnverein Elz, er war von 1971 bis 2015 Mitglied im Vorstand des Mandolinenclubs, er ist Gründungsmitglied des Theaters am Bach und er ist seit der Gründung Mitglied bei den Rotjacken.

Der Elzer Bürgermeister Horst Kaiser überreichte im Anschluss Ingrid Friedrich für ihre großen Verdienste das erst zum vierten Mal überhaupt verliehene Stadtrechtssiegel der Gemeinde Elz, Gerd Hammrich wurde vom Bürgermeister mit dem Wappenteller der Ge-meinde ausgezeichnet. Für einen gelungenen musikalischen Rahmen sorgte Christoph Ries.

Bildunterschrift: Überreichung der Landesehrenbriefe (von links): Landrat Michael Köberle, Ingrid Friedrich, Gerd Hammrich und der Elzer Bürgermeister Horst Kaiser.

Sternenmarkt klein, aber fein!
Trotz des trüben, aber dennoch beständigen Wetters waren viele Besucherinnen und Besucher über den ganzen Tag verteilt auf dem Elzer Sternenmarkt auf dem Rathausplatz und in der Lehrgasse zugegen. Während in den sieben Hobbyhäuschen und an Ständen rund um den Elzer Eiszauber weihnachtliche Produkte, Dekorationen und winterliche Hand- und Bastelarbeiten für ein stimmungsvolles Flair sorgten, konnte man in der Lehrgasse allerhand Nützliches für den täglichen Gebrauch bei den Marktbeschickern erwerben. Dazwischen waren überall die Stände vieler Vereine und Gruppierungen mit leckeren Köstlichkeiten zum Stärken und Aufwärmen zu finden. Die Kirmesburschen 2022 versorgten ihre Gäste mit Glühwein, Apfelwein, Bratwürsten und Suppe. Der Folgejahrgang bot frischgebackene Waffeln, Kaffee und Kuchen an, und das DRK hatte die begehrte Erbsensuppe im Topf.
Zu den Marktbeschickern zählte auch wieder der Bürgerfonds mit den traditionellen Weckpuppen, Feuerzangenbowle, dem Foto-Kalender der Elzer SPD und dem neuen Fotobuch der Gemeinde „Elz in alten und neuen Ansichten“. Die Kita St. Martin verkaufte Gebasteltes und servierte Weihnachtsgebäck und Kakao und die Kinderkrippe „Mary Poppins“ gestaltete Geschenkpapier bei Kaffee und Kuchen.
Obwohl die Veranstaltung deutlich kleiner ausgerichtet war, fehlte es an nichts. Für Abwechslung sorgte ein kleines Rahmenprogramm: Das Kinderkarussell drehte sich auf dem Rats-Rondell, der Weihnachtsmann war mit seinen beiden Engeln unterwegs und verschenkte faire Schokolade. Die hölzerne Krippe im hinteren Teil des Rathausplatzes mit den lebensgroßen Holzfiguren konnte als Fotomotiv dienen und für weihnachtliche Stimmung sorgten die jungen Musiker der Elzer Musikanten mit ihrem Platzkonzert. Anklang fand auch der Stand der Rettungshundestaffel-Hessen-Nord e.V., der seine Arbeit am großen Weihnachtsbaum auf dem Hirtenplatz präsentierte.

Gelungener Eiszauberauftakt unter freiem Sternenzelt
Immer am ersten Adventswochenende heißt es in Elz „Eis frei“ zum Elzer Eiszauber. Nach einem Jahr Zwangspause öffnete in diesem Jahr bereits am Samstagnachmittag um 13.30 Uhr die 300 m² große Eisfläche zum 18. Mal für den Publikumslauf. Am Abend gab dann Bürgermeister Horst Kaiser offiziell den Elzer Eiszauber als eröffnet frei. In seiner Ansprache begrüßte er die anwesenden Eiszauber-Gäste, die mit funkelnden Leuchtstäben durch den Gewerbeverein ausgestattet wurden. Er dankte allen Helfern, Unterstützern und Sponsoren für die Verwirklichung dieses zweiwöchigen Eisspektakels auf dem Rathausplatz und wünschte allen Teilnehmern viel Spaß bei diesem Wintermärchen, das an den Vormittagen in der Woche für Schulklassen bereits ausgebucht ist. Gruppen, Vereine und Kindergeburtstage können sich noch für die Nachmittage anmelden. Die übrigen Eislaufzeiten sind öffentlich.
Die Eiskunstläuferinnen und Eiskunstläufer des Eis- und Rollsportclubs Diez faszinierten zur Eröffnung wieder mit ihren eleganten Tänzen die zahlreichen Zuschauer, die rund um die Bande der aufwendig geschmückten Eisbahn standen. Die wechselnden Lichter und die Discokugel an der Traverse über dem Eis tauchten die Szenerie dabei immer wieder in andere Farben, so dass eine märchenhafte Stimmung aufkam.
Der Elzer Eiszauber wartet in diesem Jahr wieder mit vielen Höhepunkte an der frischen Luft auf. Dazu gehören die beiden After-Work-Partys, jeweils donnerstags ab 19.00 Uhr am 2. und 9. Dezember. Das "Christmas Medley" am Freitag, 3. Dezember, verspricht eine bunte Mischung aus alten und neuen Weihnachtsliedern, während die Hüttengaudi am 10. Dezember ganz im Zeichen des Schlagers, Après-Ski- und Alpenrocks steht. An allen Themenabenden sorgt Eric Schröder von "Musik Diamond Media Events" für den richtigen Sound. Livemusik gibt es am Samstag, 4. Dezember, mit "Miss Sunday", und am Samstag, 11. Dezember, mit der Gruppe "Saunaprojekt", bevor das 18. Elzer Wintermärchen am 12. Dezember seinen Ausklang findet.

Bürgermeister Horst Kaiser bedankt sich bei folgenden Sponsoren, die mit Geld- und Sachspenden zum Gelingen des Elzer Eiszauber 2021 beitragen sowie den vielen freiwilligen Helfern:
• SÜWAG (Geldspende)
• Volksbank Rhein-Lahn-Limburg eG (Geldspende)
• Kreissparkasse Limburg (Geldspende)
• Nassauische Sparkasse (Geldspende)
• Baumschule Steger, Malmeneich (Spende der großen Weihnachtstanne)
• Krandienst Weimer (Hilfe bei der Aufstellung des großen Weihnachtsbaumes)
• Firma Bagger Schenk (für die kostenlose Bereitstellung des Tiefladers für den Transport des großen Weihnachtsbaumes)
• Fa. Obijou (Leihgabe des Bauzaunes und Baggers)
• Firma A& M Service (für das kostenlose Anfertigen der Eintrittskarten)
• Eis- und Rollsportsportclub Diez e.V. (Showtänze bei der Eröffnung sowie der kostenlosen Durchführung eines 3-tägigen Schlittschuhkurses)
• alle Firmen, die uns mit der Bandenwerbung unterstützt haben
• Freiwillige Feuerwehr (für das Schmücken des Weihnachtsbaumes)
• dem Förderverein SWZ und dem Bürgerfonds für das Vorbereiten der neuen Sterne für den großen Weihnachtsbaum und Bündeln der Kugeln für die Weihnachtsbäume in den anderen Straßen
• Dem Seniorenteam, allen Vereinen und freiwilligen Helfern, die Dienste an der Kasse, am Tor und Schlittschuhverleih übernehmen
• Der DLRG, der Freiwilligen Feuerwehr Elz und der Ortsverbände der CDU, SPD und Bürgerliste für viele Schichten Eisbahndienst
• Großer Dank an den Gemeindebauhof
Die Bereitschaft der Elzer Bürger ehrenamtlich mitzuhelfen ist enorm: Über 100 ehrenamtliche Helfer, die 495 Stunden, in insgesamt 48 Schichten, mit jeweils 3 – 4 Personen, leisten, das sind insgesamt 181 Dienste an Kasse, Tor und Schlittschuhverleih, die besetzt werden müssen.

Ölalarm auf dem Wambach


Das kleinste Elzer Fließgewässer, der Wambach, war am Samstagnachmittag, 27.11., mit einer größeren Menge Diesel verunreinigt worden. Anwohnern war in der Eisenbahnstraße ein starker Dieselgeruch am Bach aufgefallen, so dass um 15.48 Uhr die Elzer Feuerwehr alarmiert wurde.
Binnen kürzester Zeit wurden drei Ölsperren errichtet und die auf dem Wasser schwimmende Dieselschicht mit einem speziellen Ölbindemittel gebunden.
Die Erkundung der Feuerwehr ergab, dass der wassergefährdende Stoff etwa 600 Meter entfernt aus einem Kanalrohr bei den Gärten neben der Autobahn in den Bach gelangte. Die Polizei wurde daher wegen des Verdachts einer Umwelt-Straftat hinzugezogen.
Die Wehrleute waren rund drei Stunden mit der Beseitigung des abgebundenen Diesels mit Spezialgeräten, zuletzt unter Flutlicht-Ausleuchtung, beschäftigt.

Jahreshauptversammlung der Feuerwehren Elz und Malmeneich

Feuerwehr der Gemeinde Elz zog Bilanz: 236 Einsätze, 26 gerettete Menschen und 15.973 Arbeitsstunden
Die beiden letzten Jahre haben die beiden Ortsteil-Feuerwehren der Gemeinde Elz bislang ordentlich gefordert: Zu 236 Einsätzen sind die Floriansjünger aus Elz und Malmeneich bis Ende November 2021 ausgerückt. Trotz Corona-Pandemie war die Einsatzfähigkeit jederzeit gesichert, sagte Gemeindebrandinspektor Hilmar von Schenck bei der Gemeinsamen Jahresversammlung in der Elzer Feuerwache.
175 Einsätze zur technischen Hilfe kamen zusammen, sowie 54 Brandeinsätze.
20 mal war die Feuerwehr auf der Autobahn gefordert. Neun Mal wurde die Unterstützung der Elzer Feuerwehr außerhalb von Elz angefordert.
Die Einsatzverteilung ist bislang wie folgt: 212 Einsätze für die Ortsteilwehr Elz und 24 Einsätze für die Ortsteilwehr Malmeneich. Die Gesamt-Einsatzstunden belaufen sich auf 6.847 Stunden.
Bei den Einsätzen konnten 26 Menschen aus Notlagen gerettet werden, für zwei Menschen kam leider jede Hilfe zu spät.
Im Aus- und Fortbildungsbereich wurden insgesamt 3.467 Stunden erbracht.
2.462 Arbeitsstunden erbrachten die Gerätewarte um Gunther Heinritz bei der Pflege, Reparatur und Wartung der technischen Ausstattung und der Einsatzfahrzeuge.
Wie Gemeindebrandinspektor von Schenck weiter anführte, wurde seitens der Gemeinde die technische Ausstattung der Feuerwehr erneut optimiert.
Ein gebrauchtes Voraus-Tanklöschfahrzeug, ein Löschgruppenfahrzeug LF 10 KatS sowie eine neue Atemluftflaschen-Füllanlage samt Kompressor waren dabei die größten Investitionen.
Zudem investierten auch die beiden Fördervereine reichlich in die Ausstattungsverbesserung ihrer Ortsteilwehren. So wurde unter anderem das neue Löschgruppenfahrzeug mit einem leistungsstarken Dach-Lichtmast mit acht Strahlern ausgerüstet, der an Einsatzstellen für Licht und Sicherheit sorgt.
Von Schenck dankte den Fördervereinen und deren Mitgliedern für die bewährte Unterstützung.



Elzer Senioren trafen sich im Bürgerhaus
Rund 100 Seniorinnen und Senioren kamen am vergangenen Sonntag zum Seniorennachmittag der Gemeinde Elz im Bürgerhaus zusammen. Zum Schutz der Teilnehmer fand die Veranstaltung unter der 2G-Regel statt. Ausschließlich geimpfte, meist schon mit dem Booster versehene Gäste ab dem 70. Lebensjahr konnten so nach Voranmeldung einen unbeschwerten bunten Nachmittag verbringen. Die luftig gestellten Tischgruppen ließen ausreichend Platz für die Teilnehmer, die nach fast zwei Jahren Pandemie, regelrecht ausgehungert nach Geselligkeit, gerne der Einladung der Gemeinde Elz Folge leisteten.
Hunger leiden musste an diesem Tag jedoch keiner, denn es gab Kaffee und Kuchen und zum Abschluss auch noch ein Abendessen für alle Anwesenden. Neben dem regen lange ausgebliebenen Austausch, wurde dem Publikum auch ein abwechslungsreiches und buntes Rahmenprogramm geboten, das abgeschirmt vom Saal von der Bühne aus in 3G-Regelung mit rund 60 Mitwirkenden organisiert wurde. Zu Beginn statteten die beiden dritten Klassen der Erlenbachschule den Seniorinnen und Senioren einen Besuch ab. Gemeinsam mit ihrer Lehrering Anne-Kathrin Pörtner präsentierten die Schüler das Lied „Dicke rote Kerze“ mit Gesang, Gestik und gemalten Bildern. Bürgermeister Horst Kaiser begrüßte alle Gäste des Seniorennachmittags und freute sich auf so viel Zuspruch nach einem Jahr Zwangspause. Nachdem der Rathauschef alle Regularien des Nachmittags verkündet hatte, trat die Jungendabteilung des „theater am bach“ unter der Leitung von Lutz Lachnit auf. Eindrucksvoll und auch amüsant stellten die Jungschauspieler bekannte Liedsequenzen pantomimisch dar. Darauf folgten die „Kleinlauten“ des MGV Frohsinn mit drei Liedbeiträgen unter der Leitung von Emanuel Hecker, bevor es dann in die Pause ging. Hier gab es nun viel Zeit für das gemeinsame Gespräch und die Ehrungen der ältesten anwesenden Einzelpersonen und Ehepaare. Diese fanden sich zum Gruppenfoto im Foyer ein und erhielten vom Seniorenbeauftragten Bernd Michel ein Weinpräsent.
Nach der Pause ging es weiter mit dem beliebten Volksliedersingen mit Waltraud Jung am Flügel und Bürgermeister Horst Kaiser am Akkordeon. Da man auf das gemeinsame Singen im Saal verzichten wollte, wurde das Duo durch eine Auswahl sangeskräftiger Stimmen aus dem Publikum auf der Bühne unterstützt. Nahtlos ging das Programm dann über zum Beitrag des Mandolinenorchesters mit seinem engagierten Dirigenten Sergej Kudriaschow, das mit bekannten Melodien die Zuhörer verzauberte. Zum Abschluss präsentierten sich dann noch zwölf Tänzerinnen der Garde des TV Elz unter der Leitung von Angelina Hejny, bevor Bürgermeister Horst Kaiser seine Abschiedsworte an alle Anwesenden richtete.
Nach dem gemeinsamen Abendbrot gingen dann alle zufrieden nach Hause. Diejenigen, die den Heimweg nicht mehr zu Fuß bewältigen konnten, wurden durch einen Fahrservice des DRK heimgebracht, welches auch über den ganzen Tag für den Sanitätsdienst im Einsatz stand, jedoch zum Glück nicht in Anspruch genommen werden musste.
Auch Bürgermeister Horst Kaiser zeigte sich höchst zufrieden mit dem Verlauf der gut geplanten Veranstaltung, die die Gemeinde Elz mutig, aber dennoch mit Bedacht und immer den Schutz der Seniorinnen und Senioren im Auge behaltend durchgeführt hat, denn gerade diese Altersgruppe hat unter der Pandemie besonders leiden und auf vieles, vor allem Kontakte und Geselligkeit verzichten müssen.

Gedenktag in Malmeneich
In diesem Jahr begrüßte Bürgermeister Horst Kaiser die Gäste zum Volkstrauertag am Nachmittag auf dem Friedhof in Malmeneich. Immer im Wechsel zwischen Elz und Malmeneich findet das Gedenken an die Gefallenen und Opfer von Krieg- und Gewaltherrschaften an dem jeweiligen Kriegerdenkmal statt. Das trübe und triste Wetter an diesem Novembertag spiegelte die Stimmung dieses Gedenktages wider. Trotzdem waren einige Bürgerinnen und Bürger neben den Vertretern aus der Politik, der Kirchen und viele Vereinsvertreter zu dieser jährlich wiederkehrenden Veranstaltung gekommen.

„Bei diesem Gedenken handelt es sich nicht um leere Rituale, die in Sonntagsreden abgefeiert werden, sondern um einen ganz entscheidenden Bestandteil unseres Lebens, unseres Seins, denn erst das gelebte Bekenntnis zur Vergangenheit macht uns zu dem, was wir sind.“, betonte der Bürgermeister in seiner Ansprache und fuhr weiter fort: „Das gilt auch und vor allem für die dunklen Seiten der Geschichte. Wir können sie nicht abstreifen und vergessen oder gar verdrängen – das würde bedeuten, unsere eigenen Wurzeln abzuschneiden.“ Im Hinblick auf die Versuche verschiedener Strömungen einer stetigen Schädigung und Untergrabung unserer Demokratie müsse hier eine klare Kampfansage erfolgen und da gehöre die Erinnerung und das Gedenken an den Krieg und seine Opfer unweigerlich hinzu.

Auch die Pastoralreferentin der Katholischen Kirche Renate Ruß und Frau Pfarrerin Monika Rupprecht von der Evangelischen Kirchengemeinde haben ebenfalls eindrucksvoll und bewegend für die Opfer der Weltkriege und aller Konflikte auf der Welt bis heute gebetet.
Musikalisch wurde die Gedenkzeremonie durch einen Liedbeitrag des MGV Frohsinn begleitet und durch eine Abordnung der Elzer Musikanten untermalt. Zum Abschluss legten Bürgermeister Horst Kaiser und der 1. Beigeordnete Wolfgang Lindenmeyer einen Kranz zum Gedenken an alle Opfer der vergangenen Kriege und Konflikte bis heute nieder. Auch am Ehrenmal in Elz wurde ein Kranz zum Gedenken niedergelegt.

Judo-Club Elz - Stark im Ehrenamt
Neustart mit Deutschen Meisterschaften
Im letzten Jahr wurde der Judoclub Elz 50 Jahre alt und wollte dieses Jubiläum groß feiern. Doch durch die Pandemie war dies nicht möglich.
Durch die Ausrichtung der Deutschen Kata-Meisterschaften meldet sich der Verein nun wieder und nimmt die Hoffnung mit, dass es Stück für Stück Richtung Normalität geht.
Es ist ein tolles Gefühl, in einer Sporthalle zu sitzen und aufgeregte Sportler zu beobachten. Bereits in der feierlichen Eröffnung klingt mit, dass sich alle über diese Meisterschaften freuen. „Unter Einschränkungen freuen wir uns auf die Durchführung der Meisterschaften“, so Stefan Schneider, der Vorsitzende des Judoclubs Elz. Bodo Kraus, stellvertretende Vorsitzende, freut sich auch, dass aus ganz Deutschland rund 200 Sportler angereist sind, verteilt auf zwei Tage. „Als Ausrichter ist es nicht ganz einfach, aber wir machen es gerne“, so Kraus. Damit weist er auf die Hygienemaßnahmen hin, unter welchen die Meisterschaften stattfinden können wie Einbahnstraßenverkehr in der Sporthalle oder auch das regelmäßige Desinfizieren der Matte. Doch die Mühen nehmen sie gerne auf sich, Hauptsache es geht wieder los. Bereits im letzten Jahr stellte sich der Judoclub darauf ein, die Meisterschaften durchzuführen. Doch dann kam der Lockdown und ein Trainingsbetrieb geschweige denn Wettkampfsbetrieb war nicht möglich. „Ich wünsche allen verletzungsfreie Wettkämpfe! Toi, toi, toi!“, so Kraus. Schirmherr Bürgermeister Horst Kaiser wünschte zudem allen Teilnehmern einen angenehmen Aufenthalt in Elz und viel Erfolg bei der Deutschen Kata-Meisterschaft 2021.
Kleiner Einblick zum Kata
Laut dem Deutschen Judo Bund bedeutet „Kata“ im Wortsinn Form, Stil, Muster. Speziell in den japanischen Kampfkünsten sind festgelegte „Formen“ wichtige Hilfsmittel, um die überlieferten Techniken und Prinzipien der jeweiligen Kampfkunst üben zu können und diese im Bewegungsgedächtnis zu archivieren. Bei den Meisterschaften zeigt ein Wettkampf-Paar diese Bewegungsabläufe und erhält darauf Punkte. Wer diese Techniken am besten vorführt, gewinnt am Ende die Meisterschaften.
Ehrung für 50 Jahre Mitgliedschaft
Weil im letzten Jahr Ehrungen nicht durchgeführt werden konnten, nahm Bodo Kraus die Eröffnung als Gelegenheit, um Stefan Schneider zu 50 Jahre Mitgliedschaft im Judo Club sowie 25 Jahre 1. Vorsitzender des Vereins zu ehren. „Es macht Spaß, mit Dir zusammen Vereinsgeschicke zu lenken“, so Kraus.
Im Gespräch zeigt auch Stefan Schneider nochmal den Aufwand auf, den der Judo Club auf sich genommen hat. So konnte der Verein erst gegen 23.30 Uhr, als andere Vereine mit ihrem Training fertig waren, in die Halle hinein, um alles für die Meisterschaft vorzubereiten. Aber das Team nörgelte nicht, sondern stand bereit, um gemeinsam alles vorzubereiten. Und auch wenn Schneider für 25 Jahre Vorsitz geehrt wurde, so macht er deutlich klar, dass der Judo Club heute da steht, wo er steht, weil sie im Team arbeiten. Und so betrifft das Team nicht nur das Sportliche im Verein, sondern auch das Miteinander ist durch einen starken Teamgedanken geprägt. Dabei war Judo nicht seine erste Wahl. Doch mit sieben Jahren schickte ihn seine Mutter in die neugegründete Judoabteilung. „Als ich auf der Matte stand, habe ich mich wie zu Hause gefühlt“, so Schneider, „ und so ist es bis heute.“ In seinen Augen hat ihn der Sport und auch die damit verbundene Disziplin fürs Leben geprägt.
Die Pandemie war nicht einfach für den Verein, doch sie hatten Glück, dass sie mit dem Dojo eigene Räumlichkeiten hatten. So konnten sie Live Online Training anbieten oder in Kleingruppen trainieren, ohne jedes Mal alles auf und wieder abbauen zu müssen. Doch Stefan Schneider zeigte sich froh, dass sie die Meisterschaften in diesem Rahmen durchführen konnten. Leider war es durch die Pandemie schwierig, neue Mitglieder zu gewinnen, doch mit neuen Aktionen wollen sie dies aufholen.
Im letzten Jahr hatte der Judo Club eine akademische Feier in der Turnhalle geplant. Diese sollte im japanischen Stil stattfinden sowie mit einem Showprogramm. Sie waren am Üben und Konzepte entwickeln. Erst haben sie den Termin immer wieder geschoben, dann irgendwann abgesagt. Einen neuen Anlauf wollen sie nicht nehmen. Sie haben dafür geplant, am 27. November zwei erfolgreiche Judokas in Elz zu haben. Eduard Trippel, Silber und Bronze bei den Olympischen Spielen sowie Judo-Weltmeister von 2017, Alexander Wieczerzak kommen nach Elz und werden Lehrgänge mit beiden angeboten.

ATC Oranienball
Was für ein schöner Abend!
Nach zwei Jahren hat am letzten Wochenende endlich wieder der ATC Oranienball im Bürgerhaus Elz stattfinden können. Die über 120 Besucher waren sich einig: das war ein ganz besonderer Abend!

Erst Mitte September hatte der Vorstand des Vereins entschieden: wir machen das! Das ist nicht viel Zeit für die Planung einer so großen Veranstaltung. Doch das eingespielte Vorstandsteam um Vorsitzende Gisela Mörsdorf arbeitete flink und Hand in Hand. Das Bürgerhaus stand zur Verfügung und mit dem angeschlossenen Pächter „Taki“ war für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Die Band Take Two mit Sängerin Simone Kercher war ebenfalls sofort dabei, denn es war die erste Auftrittsmöglichkeit seit fast zwei Jahren. Auch fleißige Helfer zum Auf- und Abbau waren schnell gefunden.

Doch ganz so einfach lief es doch nicht: „Keine zwei Wochen vorher erfuhren wir vom Gesundheitsamt, dass ein Ball mit der von uns geplanten 3G-Regelung nicht stattfinden kann. Wir hätten mit Maske tanzen müssen und das konnten wir uns bei allem Verständnis für die Sicherheit der Gäste nun wirklich nicht vorstellen“, erinnert sich Eckhard Müller, 2. Vorsitzender des Vereins. „Die Änderung zu 2G hat zu einigen Absagen geführt. Und einen Gast, der lediglich einen Test vorlegen konnte, mussten wir wieder nach Hause schicken“, berichtet er offen. „Das war zwar nicht schön, aber wir konnten nicht riskieren, die Gesundheit der anderen Gäste zu gefährden.“

Und die haben sich sehr gefreut, einen normalen Ball zu erleben. Viele haben sich am Ende persönlich bedankt. „Es war so schön. Der Verein hat uns einen tollen Abend mit herausragenden Einlagen ermöglicht!“

Apropos Showeinlagen. Hier gab es für die Besucher schöne Einblicke in das Tanzsportangebot des ATC. Die Jüngsten hatten in kürzester Zeit unter Leitung von Natasja Chodykin einen Tanz mit bunten Regenschirmen einstudiert. Dann führten die beiden Paare Emmy Mendes und Viktoria Stein sowie Igor Kloos und Emili Susak aus dem Jugendturnier-Bereich des Clubs ihr Können vor. Dass der ATC auch mit anderen Vereinen gut vernetzt ist, zeigten die beiden folgenden Beiträge. David Dörrheim und Isabell Böhnke sowie Moritz Appl und Lea Moor vom TC Blau-Orange Weilburg eV präsentierten ihr anspruchsvolles Lateinprogramm, professionell vorgestellt und erläutert vom ehemaligen ATC-Trainer Marcel Wagner. Es folgte eine großartige Standardtanz-Performance von Katja Liebig-Kröller und ihrem Partner Markus Kröller vom Rot-Weiß Club Gießen sowie Nicole Barchelier und Michael Degen vom Gießener Tanz-Club 74. Den krönenden Abschluss steuerte Marcel Wagner mit seiner Partnerin Julia Fetter selbst bei. Sie mussten ihre eindrucksvolle und mitreißende Show gleich zwei mal vorführen.

Bildunterschrift:
Foto 1+2: Die Gruppe „Kreativer Kindertanz“ unter der Leitung von Natasja Chodikyn führte einen fröhlichen Regenschirm-Tanz auf.
Foto 3: Die Nachwuchshoffnung des ATC Igor Kloos & Emili Susak zeigten ihr Latein-Programm
Foto 4: Marcel Wagner und Julia Fetter mussten ihr Showprogramm gleich zweimal vorführen.
Foto 5: Gut 120 Besucher freuten sich, endlich ein mal wieder tanzen zu dürfen.
Alle Fotos von Viola Marschall

Schlemmen Stöbern Shoppen zieht viele Besucher an
Obwohl es morgens empfindlich kühl war und vielerorts der erste Raureif auftrat, waren die Flohmarktbeschicker wieder zeitig zur Stelle und auch die ersten Besucher ließen nicht lange auf sich warten. Als dann ab 11.00 Uhr die Sonne den Nebel verdrängte und mit ihren Strahlen Beschicker und Besucher erwärmte füllten sich die Wege entlang den Flohmarktständen schnell und ab Mittag war es richtig voll.
Ab 11.00 Uhr hatten dann auch die Geschäfte entlang der Rathausstraße und Limburger Straße geöffnet und wurden sehr gut frequentiert.
Erstmals war auch der Rathausplatz komplett mit Ständen belegt, die Nachfrage war so groß, dass es ohne diese Zusatzflächen nicht möglich gewesen wäre alle Beschicker zu berücksichtigen.
Überall wurde gefeilscht und der beste Preis für Raritäten und gut erhaltene Gebrauchsgegenstände ausgehandelt, sodass am Ende beide Seiten zufrieden waren.
Auch die vielfältigen Speisenangebote der Vereine und Gaststätten fanden reichen Zuspruch, geräucherte Forellen des Angelsportvereins waren bereits um die Mittagszeit ausverkauft. Die Attraktionen für die kleinen Besucher, die Hüpfburg auf dem Rathausplatz und das Kinderkarussell in der Bachgasse waren ebenfalls sehr gut besucht.
Bürgermeister Horst Kaiser machte mit Vertretern des Gewerbevereins und des Gemeindevorstandes und dem Vorsitzenden des DRK-Ortsverbandes, Matthias Schmidt einen Rundgang über den Markt und freute sich über die große Resonanz.
Es passte einfach alles: Das Wetter, ein vielfältiges Angebot an den Flohmarktständen und Sonderaktionen der Elzer Geschäftsleute sowie ein vielfältiges Speisen und Getränkeangebot, sodass alle zufrieden sein konnten.
Bedanken möchten wir uns beim DRK, welches den Flohmarkt nicht nur organisiert hat, sondern mit einer deftigen Erbensuppe auch für ein Verpflegungsangebot sorgte sowie bei allen Anliegern, die an diesem Tag ihre Hofflächen zur Verfügung stellten und Einschränkungen hinnahmen. (hk)

Neuer Kirchplatz feierlich eingeweiht
Bürgermeister Horst Kaiser begrüßte nach dem Gottesdienst mit der Festpredigt von Prof. Mathias Kloft zahlreiche Gäste zur offiziellen Einweihung des neuen Kirchplatzes. Neben dem 1. Kreisbeigeordneten Jörg Sauer waren auch der Geschäftsführer der Wirtschafsförderung Limburg-Weilburg-Diez und Altlandrat Manfred Michel anwesend. Der Männerchor des MGV Frohsinn hatte mit dem Lied „Im Dorf da geht die Glocke schon“ die Anwesenden bereits auf die feierliche Einweihung eingestimmt.
Anlässlich seines 30-jährigen Bestehens im Jahr 2018 wollte der Geschichts- und Museumsverein der Gemeinde ein bleibendes Geschenk in Form einer Skulptur machen.
Denkmäler sind das gegenständliche Gedächtnis einer Gesellschaft, die Elzer prägt auch insbesondere die Musik. So haben nicht nur die Elzer Musikanten seit dem frühen 19. Jahrhundert eine lange Tradition in Elz, sondern auch der Gesang wird nach wie vor in Elz auf hohem Niveau ausgeübt.
Daher wollte der Geschichts- und Museumsverein das Thema Musik aufgreifen und dies neben der Bronzeskulptur „Musikantenblut“, die im Innenhof des Rathauses steht, mit einem berühmten Musiker aus dem 13. Jahrhundert, dem ersten Kantor am Limburger Georgsdom, dem Kuno von Elz, der 1298-1337 lebte, verbinden.
Kuno von Elz war ein sehr gebildeter Mann, der als Schüler der Lateinschule am Georgsstift eine Ausbildung zum Kleriker erhielt. Er war für die Liturgie am Dom sowie für die Vermittlung des gregorianischen Gesangs in der Lateinschule am Georgsstift verantwortlich.
Kuno von Elz vermachte sein ganzes Vermögen dem Stift und ließ darüber hinaus bereits zu Lebzeiten ein sehr bedeutendes Evangeliar und ein Epistolar in der Trierer Domwerkstätte anfertigen. Auf den Buchdeckeln ist er bildlich dargestellt, beide Bücher sind heute neben dem Kreuzreliquar die wertvollsten Bestandteile des Limburger Domschatzes.
Da der Elzer Geschichts- und Museumsverein einen engen Kontakt zu dem angesehenen Limburg Künstler Uli Eulberg pflegt, sollte er die Skulptur gestalten.
Aus dieser Idee entwickelte sich dann der Wunsch auch das unmittelbare Umfeld der Skulptur entsprechend mit zu gestalten und es ergab sich die Möglichkeit das ganze Vorhaben mit Mitteln aus dem Programm LEADER zu fördern. In intensiven Gesprächen mit der Förderstelle und der Unterstützung von Herrn Wittmaack gelang es eine Gesamtförderung von 65% auf die förderfähigen Kosten von 90.000 € zu erreichen, die Fördersumme betrug 58.500 €, den Rest musste die Gemeinde tragen, allerdings brachte sich auch der Geschichts- und Museumsverein hier sehr stark ein.
Bürgermeister Horst Kaiser bedankte sich auch ganz herzlich bei der katholischen Kirchengemeinde, die die benötigte Fläche in einem Gestattungsvertrag unentgeltlich zur Verfügung gestellt hat.
Damit aber nicht genug, angeregt durch die Modelle, die die Darmstädter Studenten bei der Präsentation im Frühjahr 2019 im Bürgerhaus vorgestellt haben, entstand die Idee den Platz noch mit einem Relief des Elzer Ortskerns zu ergänzen. Das Relief umfasst den historischen Elzer Ortskern ausgehend vom 13. Jahrhundert bis in die Neuzeit und wird begrenzt von der Pfortenstraße, der Rathausstraße, der Gräbenstraße und dem Erbach im Süden. Auch dieses Relief konnte noch in einer zweiten Stufe mit Mitteln aus dem LEADER-Programm gefördert werden. Die Künstlerin Dagmar Stransky hat das Ganze sehr detailreich in Wachs modelliert und der Kunstgießer Miroslav Stransky hat es im Wachsausschmelzverfahren in Bronze gegossen.

Nachdem die Skulptur und das Relief von den Mädchen Katharina und Viktoria Petri, sowie Jella Jungmann und Mila Schollmayer enthüllt worden waren, erläuterte der Vorsitzende des Elzer Geschichts- und Museumsvereins, Josef Schmitt, die Intention des Künstlers bei der Gestaltung der Skulptur.
Der Künstler Uli Eulberg hat sich bei der Gestaltung der Skulptur an mittelalterlichen Vorbildern orientiert. Zum einem waren es die Mönche an der Grabplatte von Konrad Kurzbold im Limburger Dom und zum andern war es die Abbildung von Kantor Kuno selbst, wie wir es auf dem Golddeckel des Evangeliars und des Epistolars sehen.
Uli Eulberg betont seine Arbeit in moderner Formensprache. Die Kleidung des Klerikers und die in dieser Zeit übliche Perücke sowie die spitzen Schnabelschuhe.
Bei seiner Arbeit legte er großen Wert auf den Ausdruck der Körpersprache. Zum Beispiel die beiden dirigierende Hände, die er etwas größer wirken lässt. Ebenso den motivierenden Ausdruck des Gesichtes.
Wenn man ihm ins Gesicht schaut entdecken wir einen sehr verinnerlichten Mann, der in seinen Augen die Musik feinnervig erlebt. Im gesamten gesehen ein starke künstlerische Ausdruckkraft des Bildhauers Uli Eulberg. Sein Werk passt sich harmonisch in das von
ihm geschaffene Kunstwerk der Platzgestaltung ein.
Das Bronzemodell von Dagmar Stransky stellt den alten Elzer Ortkern dar. Im Gegensatz zu der Begrifflichkeit der neuen Elzer Mitte mit geschäftlichem Ansatz ist dies die Elzer Kernzelle aus der sich seit über 1200 Jahren das Dorf Elz entwickelt hat. Erhard Weimer spricht in seiner Chronik von etwa 120 Einwohnern in dieser Zeit.
Josef Schmitt stellte das neue Elzer Bronzemodell vor und erläutert die denkmalgeschützten Häuser, die besonders detailgerecht und originalgetreu ausgearbeitet wurden.

Nachdem dann Pfarrer Steffen Henrich den Kirchplatz mit den beiden Bronze-Plastiken feierlich eingeweiht hatte, bedankte sich Bastian Hoffmann in seiner Funktion als 2. Vorsitzender des Elzer Geschichts- und Museumsvereins bei allen die das Projekt initiiert und dann auch erfolgreich umgesetzt haben, allen voran Josef Schmitt, der mit viel Energie und Stehvermögen sich für die Verwirklichung des Projektes eingesetzt hat. Unterstützt wurde er dabei von Reinhold Schmitt und Thomas Schmitt vom Bauamt der Gemeinde.
Elz wird mit diesem Projekt um eine weitere Sehenswürdigkeit bereichert und dieser neue Kirchplatz wird sich sicherlich zu einem beliebten Treffpunkt entwickeln.
Im Anschluss brachte der MGV Frohsinn noch das „Sancta Maria“ zu Gehör und lud ein zu einem Umtrunk mit Imbiss zu Gunsten der Flutopfer im Ahrtal.
Der neue Jugendchor „pitch please“ begeisterte das Publikum noch mit zwei modernen Liedern und stellte damit das hohe Niveau der sangesfreudigen Elzer einmal mehr unter Beweis.
Insgesamt eine sehr gelungene Einweihungsfeier, bei der auch der Wettergott ein Einsehen hatte und es bei einigen Regentropfen beließ. Auch die Spendendosen wurden gut gefüllt und so kann der MGV-Frohsinn eine namhafte Spende von rund 1.000 € an einen Chor, den die Flutkatastrophe besonders betroffen hat übergeben.

„Einheitsbuddeln“ am Elbbach
Im Jahr 2019 wurde die Aktion „Einheitsbuddeln“ in Schleswig-Holstein zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober ins Leben gerufen. Durch diese Aktion wurden bereits 177.000 Bäume deutschlandweit gepflanzt. Es ist eine Möglichkeit, aktiv etwas für Umweltschutz und Artenvielfalt zu tun. Im Dezember 2019 kam Arno Petri mit der Idee auf Frank Zei, SPD, zu, um diese auch in Elz umzusetzen. Nun wurden Flächen für diese Aktion gefunden und dem Antrag von Frank Zei wurde in der Gemeindevertretung zugestimmt.
Auf den Flächen im Bereich der Neumühle auf der anderen Seite des Elbbach können zukünftig in Rücksprache mit der Gemeinde rechts und links der Fahrradbrücke Bäume gepflanzt und Blumen gesät werden. Die Aktion richtet sich nicht nur an die Elzer Bürger und Bürgerinnen, sondern auch an die Vereine, Parteien, Schulen, Kitas und Firmen. Zum einen warb Frank Zei dafür, auch am 3. Oktober 2021 aktiv etwas zu machen. Aber er wies auch darauf hin, dass über das ganze Jahr zu Geburtstagen, Jubiläen oder „einfach nur die Liebe zur Natur“ die Menschen dazu anregt, dort aktiv zu werden. Die Pflanzung und Nutzung soll hier aber das ganze Jahr möglich sein.
Die Bäume und Flächen erfüllen damit nicht nur eine ökologische Bereicherung, sondern Stellen auch einen emotionalen Wert dar. „Ich denke, es ist neben dem positiven Effekt für unsere Umwelt auch eine gute Gelegenheit, den Zusammenhalt in unserer Gemeinde zu festigen“, so Zei in seiner Antragsbegründung. Gerne würde er mit Arno Petri auch ein Schild für diese Fläche stiften, auf dem über die Aktion informiert wird.
In Zusammenarbeit mit Andreas Schenk, CDU, konnte bereits der erste neue Bewohner auf der Fläche begrüßt werden. Der Nadelbaum hatte als Weihnachtsbaum ausgedient und fand nun einen neuen Platz, an dem er wachsen und gedeihen kann. Dies ist nachhaltig und aktiver Umweltschutz. Diese Fläche ist ein weiterer Baustein in einer lebenswerten Gemeinde, welche sich Klima- und Umweltschutz auf die Fahne geschrieben hat. Zukünftig sollen standortgerechte, regionale Pflanzen zugelassen werden, die auch für Insekten und Vögel eine Bereicherung des Lebensraumes darstellen. Die Gemeinde koordiniert die Aktion. (hl)

Elzer Fairteiler für Jedermann
Jährlich landen 13 Tonnen Lebensmittel im Müll. Um dem entgegen zu wirken, engagieren sich sogenannte Foodsaver, welche Lebensmittel retten. Aus einem neuen Fairteiler, welcher eingeweiht wurde, können sich alle Bürger bedienen und Nachhaltigkeit unterstützen.
Im April war die Einrichtung eines Fairteiler aufgrund eines SPD-Antrages Thema in der Gemeindevertretung. Heute weihte die Gemeinde zusammen mit den Foodsavern den Fairteiler ein. Der Elzer Fairteiler befindet sich im hinteren Teil des Hofes des Jugendhauses in der Lehrgasse 14. Von Montag bis Samstag ist dieser von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Die beiden ehrenamtlichen Foodsaver Silke Diefenbach und Benedikt Michel pflegen diesen Fairteiler.
Die Foodsaver-Gemeinschaft im Landkreis ist sein einigen Jahren aktiv. Hierbei handelt es sich um ehrenamtlich tätige Menschen, die regelmäßig überschüssige Waren kostenfrei beim lokalen Handel oder Produzierenden abholen. Diese geretteten Lebensmittel verteilen sie dann weiter. Durch dieses Engagement retten die Foodsaver noch essbare Lebensmittel vor der Tonne. Ein Fairteiler ist ein Ort, an dem diese dann an alle Bürger kostenfrei weitergegeben werden.
Seit einem Jahr ist Silke Diefenbach mit dabei. Der Impuls kam bei ihr durch eine Freundin und da sie bereits vorher schon bewusst mit Lebensmittel umging, war das Foodsharing für sie eine Möglichkeit, etwas Sinnvolles zu machen. Im letzten Jahr hat sie 252 Fahrten zu Geschäften gemacht, um insgesamt rund drei Tonnen Lebensmittel vor dem Müll zu retten. Ihre Gruppe, an die sie die Lebensmittel weitergegeben hat, ist in diesem Jahr auf über 60 Personen angewachsen.
Benedikt Michel ist seit einem dreiviertel Jahr dabei. Während seines Studiums hat der Elzer die Fairteiler in Bremen kennengelernt. Auf der Foodsharing-Webseite informierte er sich, was es hier vor Ort gibt und so schloss er sich den Foodsavern an. Er hatte auch die Idee des Fairteilers und initiierte den Antrag an die Gemeindevertretung. In dem Antrag waren die Ziele klar definiert. An einem geeigneten, zentralen Ort in der Gemeinde soll die Gemeinde einen Fairteiler aufstellen und in Kooperation mit Freiwilligen betreuen. Dieser soll zusammen mit Fairteilern in Diez und Staffel der Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung dienen. „Die stetige Betreuung des Fairteilers dient dabei der Gewährleistung der notwendigen Hygienestandards im Umgang mit Lebensmitteln“, steht im Antrag geschrieben, welcher einstimmig durch die Gemeindevertretung verabschiedet wurde.
Silke Diefenbach nutzte bei der Einweihung die Chance, sich bei der Gemeinde zu bedanken. In der Garage des Jugendhauses wurde eine Wand eingezogen und die Strukturen des Fairteilers geschaffen. Elektrik wurde verlegt und ein Kühlschrank angeschafft. Am Vortag fand noch eine Lebensmittelkontrolle statt, die den Fairteiler abgenommen hat. Täglich überprüfen die Ehrenamtlichen die Temperatur im Kühlschrank und prüfen die Lebensmittel vor Ort. Zum einen wird der Verteiler von den Foodsavern gefüllt. Aber auch die Bürger aus Elz können Sachen dort hinbringen, wenn sie nach der Apfelernte noch Äpfel übrighaben oder in den Urlaub fahren und noch Lebensmittel im Kühlschrank haben.
Bürgermeister Horst Kaiser lobte zur Einweihung das Projekt. Es handelt sich um eine gelungene Aktion, weil auch die Gemeindevertretung dieses Projekt einstimmig beschlossen hat. Mit viel Engagement wurde es vom Ordnungsamtsleiter Markus Schmidt und dem Bauhof umgesetzt. Auch der Jugendpfleger habe das Projekt sofort unterstützt und einen Teil der Garage für die Station zur Verfügung gestellt. „Ich war erstaunt über die Vielfalt und Qualität der angebotenen Lebensmittel, und mit dem Kühlschrank gibt es auch eine hervorragende Möglichkeit gekühlte Produkte anzubieten“, so Kaiser, „Da gibt es zum Beispiel Eier, die noch vier Wochen haltbar sind und nur aussortiert wurden, weil sie von der Größe her nicht ins Verkaufs-Raster im Supermarkt passen.“ Damit die Station auch in den Abendstunden in der Dunkelheit gefahrlos erreicht werden kann, wurde inzwischen noch ein Bewegungsmelder angebracht, damit automatisch das Licht angeht, wenn sich jemand nähert. „Mein Dank geht an die Initiatoren und Betreuer Silke Diefenbach und Benedikt Michel sowie an Frau Anne Olschewski aus Staffel, die das Projekt mit begleitet hat“, so Kaiser weiter, „Ich bin gespannt wie das Angebot angenommen wird, auf jeden Fall haben Silke Diefenbach und Benedikt Michel jetzt viel zu tun mit der Betreuung des Fair-Teilers, denn die Lebensmittel müssen erst einmal eingesammelt, dann auch aussortiert und am Ende auch die sichere Verwendbarkeit überwacht werden. Dafür mein ganz herzlicher Dank.“

Regeln zur Nutzung des Fairteilers:
Beim Fairteiler selbst gibt es noch eine Übersicht, was abgegeben werden kann und was nicht. So dürfen keine Lebensmittel hingebracht werden, bei denen das Verbrauchsdatum abgelaufen ist. Weitere Lebensmittel, welche nicht verteilt werden dürfen, weil sie ein potentielles Gesundheitsrisiko darstellen sind Schweinemett, Rindergehacktes, Produkte aus nicht erhitzter Rohmilch, frisch zubereitete Speisen, die rohes Ei enthalten sowie Cremes, Pudding oder Mayonnaise, wenn sie mit Milch und Ei selbst hergestellt sind. Eine Bitte ist, nur Lebensmittel zu teilen, welche man auch selbst noch essen würde. Weitere Hinweise finden sich im Fairteiler.
Um derzeit die Ansteckung gering zu halten, darf der Fairteiler nur mit Maske betreten werden und immer nur eine Person darf sich in dem Raum aufhalten. Im Hof sollten die Menschen mit 1,5 Meter Abstand stehen. Auch sollte jeder Besucher darauf achten, die Türe zu schließen, damit keine Tiere in den Raum hineingelangen. Ganz am Ende weist Silke Diefenbach nochmal darauf hin, dass der Fairteiler für alle Bürger offensteht. „Der Fairteiler ist für Jeden und nicht nur für Bedürftige“, so Diefenbach, „Es geht darum, dass die Lebensmittel nicht weggeworfen werden und daran kann sich jeder beteiligen.“ (hl)

Foto Heike Lachnit: Anne Olschewski (von links), Silke Diefenbach und Benedikt Michel freuen sich über die Eröffnung des Fairteilers in Elz

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